Ich bin in stationärer Therapie. Seit 7.Februar. Und es geht mir lala. Nach einigen Tiefphasen und Suizidgedanken wie Selbstverletzungssituationen habe ich mich einigermaßen gefangen. Ich habe noch gut eineinhalb Monate vor mir. Aber ich denke das ist gut... Ich will nicht hier sein, aber zu Hause zu sein macht mir momentan noch mehr Angst. Ich spüre, auch wenn ich mir entblößt und unsicher vorkomme, eine Form von Sicherheit... Vielleicht ist es einfach ein guter Vorwand nicht erreichbar zu sein und keinen Verpflichtungen zu folgen... Allerdings hängt mir die Uni im Nacken... Und das muss ich alles noch klären. Und hier für die Matheklausur lernen... Da hilft sowieso nur beten um die zu bestehen.... -.-
Ich verstehe mich langsam mit allen hier ganz gut. Ich bin jetzt zwei Wochen hier und habe das Gefühl es wäre doppelt so lange... Aber eigentlich ist das auch schon recht lange.
Es ist manchmal wie in einem Schullandheim und man ist ständiger Kontrolle und Regeln ausgesetzt. Die braucht man aber auch und zudem ist es für manche besonders wichtig das Gefühl zu haben Kontrolle zu erlernen. Ich bin einfach gleichgültig bis verunsichert... Ich denke viel nach. Und manchmal zuviel über Dinge die mich nicht negativ beschäftigen sollten. Ich vermisse ihn. Und bilde mir zeitweise ein er würde mich vergessen oder womöglich ersetzen - was ich mir 100 % aus dem Kopf schlagen muss ( sinnbildlich gesprochen ).
Er ist einer der wenigen Gründe glücklich zu sein... Warum also mache ich mir das auch schlecht, obwohl ich keinen triftigen Grund dafür habe? Am Ende verscheuche ich ihn noch damit das ich mir einbilde das er gehen will und er geht dann wirklich wegen solcher paranoiden Gedanken... Und das wäre der Untergang.
Man klingt das pubertär. Aber ich denke das viele verstehen können das es um ihn als Menschen geht, das er mir Kraft gibt und ohne es zu wissen viel für mich getan hat indem er einfach da war.
Indem er einfach im Nebenzimmer Musik gespielt hat. Einfach einen Film mit mir geschaut hat. Mich in den Arm genommen hat. Mich geküsst hat. Haha wie schön! Das er mich einfach geküsst hat ohne Vorwarnung habe ich mir so gewünscht. Und das sollte doch irgendwie eine Bestätigung für mich sein. Vielleicht kommt er dieses Wochenende. Sonst nächstes. Ich hatte mich auf nächste Woche eingestellt... Aber jetzt hoffe ich doch das er auch übermorgen kommt. Das würde mich sehr freuen. Ich will mich einfach anlehnen und ihn riechen. Das beruhigt mich ungemein und ich glaube ich brauche Kraft um die nächste Woche anzugehen und zu überstehen...! Mal schauen, morgen kriege ich Bescheid ob und wann er kommt. Und bis dahin versuche ich den Freitagabend irgendwie rum zu kriegen und morgen den Samstag ebenso... Ich habe nichts vor, stehe unter Beobachtung und darf nicht weggehen... Sonst wäre ich morgen nach Harburg gefahren und hätte vielleicht sogar Geld für den Friseur ausgegeben. Ich muss aufpassen mit der Kohle... ich sollte vernünftig sein und erst einmal meine Studiengebühren bezahlen und alles hinter mich bringen was wichtig ist. Dann kann ich mich belohnen und das auch genießen denke ich. Gute Idee? Irgendwie schon. Hoffe ich.
Pink up your life
Tagebuch einer depressiven Prinzessin
Freitag, 22. Februar 2013
Donnerstag, 17. Januar 2013
Endlich doch ein Happy End?
Es ist geschehen! Manch einer hätte nicht mehr daran geglaubt! Er und ich sind nun ein Paar. TA-DA!
Das kam alles sehr plötzlich und aus heiterem Himmel. Sagen wir so: Er hat mich geküsst, dann kam eins zum andern, danach wars komisch und keiner wusste was nu ist, ein paar Tage Bedenkzeit und am 1.1. hat er dann entschieden das wir es versuchen. Klingt doch nicht schlecht. Versuchen. Hm. Ich liebe ihn sehr. Soviel weiß bereits jeder. Ich habe noch nie für einen Mann zwei Jahre gekämpft. Doch das macht die Sache kompliziert.
Ich bin so abhängig von ihm, damit meine ich das ich ihn so sehr liebe das ich zum ersten Mal richtige Eifersucht verspüre, berechtigte Angst das er mich einfach aus heiterem Himmel verlässt, unattraktiv findet oder betrügt. Das muss ich näher erklären. Ich vertraue ihm 100 %. Das habe ich immer. Ich hatte nie Zweifel an ihm, habe immer das Wunderbare in ihm gesehen. Versteht mich nicht falsch, ich kenne auch seine Macken - die hat jeder und die liebe ich genauso wie alles andere. Und wir sind auf einem Level das ungemein angenehm ist weil wir uns schon zwei Jahre intensiv kennengelernt haben.
Ich vertraue ihm auch im Bett total, mehr als meinem Exfreund mit dem ich sechs Jahre zusammen war.
Er darf Dinge mit mir machen die keiner machen darf. Er hat es geschafft meine Libido wieder zu wecken die aufgrund meiner Depressionen nonexistent war.
Er sagt tolle Dinge, liebe Dinge zu mir, die ich ihm auch glaube und die mir endlich das geben was ich so lange herbei gewünscht habe... Und er scheint in vielerlei Hinsicht perfekt für mich zu sein ( vorsicht: perfekt gibt es nicht. Ich kalkuliere hier die ein oder andere Unstimmigkeit mit ein! ).
ABER: Er hat mir erzählt warum er keine Beziehung eingehen kann, das hat mir auch erklärt warum er so ist wie er ist. Und hat mir viel Angst genommen. Und anfangs habe ich auch gedacht ich sei auf der sicheren Seite. Bis ich von Pauline hörte. Wir sind also fest zusammen und er ist nicht so der Typ um das an die große Glocke zu hängen. Es weiß also zu dem Zeitpunkt keiner außer mein innerer Freundeskreis. Und seine Leute wussten es gar nicht. Und zwei Tage später kommen seine Freunde vorbei und wir trinken und schnacken zusammen. Er zeigt keine Zugehörigkeit zu mir, nennt mich sogar seine Mitbewohnerin... Als wir zusammen sitzen überwinde ich mich und flüster ihm ins Ohr obs für ihn ok ist wenn ich mich dicht neben ihn setze. Er gehört zu mir, das soll auch jeder sehen verdammt. Und er so klar. Und da gings mir besser. Ich dachte mir halt das das noch neu für ihn ist und er erstmal schauen will wie die so auf mich reagieren etc.
Und dann sitzen wir in der Küche und eine seiner Freundinnen sitzt bei uns und quatscht mit uns. Ich verstehe mich super mit ihr. Da fängt sie an: " Und *****, vergiss das mit Pauline! Bitte! Lass Dich nicht darauf ein! (...)". Mein Herz bleibt fast stehen. Er tut cool und sagt irgendwas, ich höre gar nicht hin weil ich unter Schock stehe. Der anfangs so unnahbare Typ entpuppt sich doch nicht als Stilles Wasser???
Ich rede nicht und höre einfach angespannt zu was sie zu sagen hat. Sie betont immer wieder das das zwischen Pauline und ihm doch nichts für ihn wäre und so ein Scheiß.
Ich fühle mich hilflos weil ich da Dinge höre die ich nicht hören will, weil ich Angst habe wenn ich jetzt ne Show mache dann ist er von mir abgetörnt. Ich denke daran das er auf einmal nach so langer Zeit nur mit mir geschlafen hat weils mit Pauline kurz vorher nicht funktionierte. Sein Aussagen warum er keine Beziehungen eingehen kann und ein wichtiges Geheimnis das ich nicht verraten darf passen 100 % nicht zu einem ernsten Flirt mit irgendeiner die er seit drei Monaten kennt. Und mir wird schlecht. Dann irgendwann sagt er "Du, ich habe ne Freundin..." und zeigt auf mich. Sie guckt verdutzt. Dann bricht sie in Tränen aus und fragt ob das stimmt und kann es nicht glauben. Sie freut sich bannig für uns und umarmt uns. Ich bin allerdings nur oberflächlich entspannt. Da gesellen sich die anderen dazu. Sie redet auf mich ein wie schön das ist. Und das es perfekt ist. Und ich gehe mit ihr in mein Zimmer um alleine mit ihr zu reden.
Sie betont wie glücklich sie das macht und das ich so unglaublich schön sei und perfekt für ihn, das ich eine echte Frau sei und genau das was er braucht und verdient. Ich frage nach Pauline.
Sie erklärt "Hach die ist nichts. Das istn kleines Mädchen. Keinen Busen, klein und schlank. ( ich so na toll. das ist ja tooootal unattraktiv heute -.- ) Die ist Jungfrau. Sie hält sich für das Beste und ist Ich-Bezogen. Sie spielt mit den Kerlen. Und ich meine wenn sie da sitzt und sich über die Lippen leckt kein Wunder das *****....". Naja. Was genaues hab ich nicht mitbekommen, außerdem war sie ziemlich betrunken.
Aber ich meine mich zu erinnern das ich sie gefragt habe was da gelaufen ist. Und sie meinte nichts. Oder rum gemacht. Keine Ahnung mehr, aber sie hat nicht gesagt was die genau gemacht haben... Aber vlt auch nur weil sie auf einmal wusste das wir ein Paar sind... Und das macht mir zu schaffen. Das macht mich fertig.
WIE KANN MAN MIR ETWAS SAGEN UND MEINEN DAS IST SO EIN GROßES PROBLEM DAS DAS EINFACH NICHT GEHT MIT BEZIEHUNG UND PIPAPO WENN MAN KURZ VORHER MIT EINER TUSSI RUM GEMACHT HAT DIE MAN EIGENTLICH KAUM KENNT???
Wie kann man mir sagen man hat nicht immer Bock wenn man aber ganz spontan so auf eine anspringt?
Wie kann man sagen " Ich springe nicht jede gleich an " und dann erfahre ich sowas?
Das ist ja im Allgemeinen kein Problem... Aber in dem ganzen Kontext... Sorry. Aber ich glaube das ich zumindest gute Gründe habe darüber zu grübeln.
Es ist alles eigentlich schön so wie es ist. Wir haben viele Dinge geklärt und sind eigentlich ganz offen miteinander und ich glaube trotzdem sehr vorsichtig.
Aber... Das schneidet bei mir einfach irgendwie zu tief. Ich bin bald zwei Monate in Therapie.
Und Pauline ist dann trotzdem noch jeden Tag in der Uni bzw. dann sind Ferien... Und es ist Frühling, da holen die kleinen Mädchen ihre Röcke raus >:(
Ich war NIE eifersüchtig, weil ich immer wusste er liebt mich oder eben nicht. Basta. Aber diese Geschichte hat sich so kompliziert und schwankend entwickelt das ich enorme Angst habe sehr stark verletzt zu werden.
Und ihn auf dieses Thema anzusprechen schaffe ich nicht. Ich habe in den letzten Tagen schon zu viele Unstimmigkeiten angesprochen und über kritische Sachen mit ihm geredet... Und das dumme ist das ich weiß er könnte mich jeden Tag liegen lassen ohne das ich das vorher merke. Ich erkläre nicht warum, ich verrate das Geheimnis nicht, auch wenn das hier anonym ist. Das ist bei mir so.
Aber ich werde einfach diese Zweifel nicht los das das alles nur ein Spiel ist. Ich sollte abwarten und nichts überstürzen. Das mit dem Ich liebe Dich hat er schon gesagt. Allerdings dann doch viel schneller als ich dachte... Obwohl er vorher so Probleme damit hatte. Mich beschleicht das Gefühl das er vlt nicht richtig lieben kann, oder anders liebt als viele Menschen. Und deshalb kann er auch von heute auf morgen einfach gehen ohne darüber zu reden weil er nicht reden will und niemals jemandem so sehr vertrauen wird. Weil es zu anstrengend ist bei Problemen eine Lösung zu suchen. Und es einfacher einfach zu genießen bis man merkt das es nicht mehr funktioniert. Für mich ist nur eines ganz klar:
Ich liebe ihn. Und ich habe ihn vor die Wahl gestellt ganz oder gar nicht. Er hat sich für ganz entschieden. Und das bringt in jedem Fall mehr als einfach auseinander zu gehen obwohl man zusammengehört und es nie probiert zu haben. Daran halte ich fest. Das er sagt das er mich liebt. Das ich das auch oft fühle. Das er versucht es mir zu zeigen. Und daran, dass er vielleicht bei mir zum ersten Mal richtig liebt und sich 100 % öffnet und mir vertraut. Vielleicht ist er ja nicht nur meine Rettung, mein Prinz - vielleicht bin ich seine rettende Prinzessin.
Das kam alles sehr plötzlich und aus heiterem Himmel. Sagen wir so: Er hat mich geküsst, dann kam eins zum andern, danach wars komisch und keiner wusste was nu ist, ein paar Tage Bedenkzeit und am 1.1. hat er dann entschieden das wir es versuchen. Klingt doch nicht schlecht. Versuchen. Hm. Ich liebe ihn sehr. Soviel weiß bereits jeder. Ich habe noch nie für einen Mann zwei Jahre gekämpft. Doch das macht die Sache kompliziert.
Ich bin so abhängig von ihm, damit meine ich das ich ihn so sehr liebe das ich zum ersten Mal richtige Eifersucht verspüre, berechtigte Angst das er mich einfach aus heiterem Himmel verlässt, unattraktiv findet oder betrügt. Das muss ich näher erklären. Ich vertraue ihm 100 %. Das habe ich immer. Ich hatte nie Zweifel an ihm, habe immer das Wunderbare in ihm gesehen. Versteht mich nicht falsch, ich kenne auch seine Macken - die hat jeder und die liebe ich genauso wie alles andere. Und wir sind auf einem Level das ungemein angenehm ist weil wir uns schon zwei Jahre intensiv kennengelernt haben.
Ich vertraue ihm auch im Bett total, mehr als meinem Exfreund mit dem ich sechs Jahre zusammen war.
Er darf Dinge mit mir machen die keiner machen darf. Er hat es geschafft meine Libido wieder zu wecken die aufgrund meiner Depressionen nonexistent war.
Er sagt tolle Dinge, liebe Dinge zu mir, die ich ihm auch glaube und die mir endlich das geben was ich so lange herbei gewünscht habe... Und er scheint in vielerlei Hinsicht perfekt für mich zu sein ( vorsicht: perfekt gibt es nicht. Ich kalkuliere hier die ein oder andere Unstimmigkeit mit ein! ).
ABER: Er hat mir erzählt warum er keine Beziehung eingehen kann, das hat mir auch erklärt warum er so ist wie er ist. Und hat mir viel Angst genommen. Und anfangs habe ich auch gedacht ich sei auf der sicheren Seite. Bis ich von Pauline hörte. Wir sind also fest zusammen und er ist nicht so der Typ um das an die große Glocke zu hängen. Es weiß also zu dem Zeitpunkt keiner außer mein innerer Freundeskreis. Und seine Leute wussten es gar nicht. Und zwei Tage später kommen seine Freunde vorbei und wir trinken und schnacken zusammen. Er zeigt keine Zugehörigkeit zu mir, nennt mich sogar seine Mitbewohnerin... Als wir zusammen sitzen überwinde ich mich und flüster ihm ins Ohr obs für ihn ok ist wenn ich mich dicht neben ihn setze. Er gehört zu mir, das soll auch jeder sehen verdammt. Und er so klar. Und da gings mir besser. Ich dachte mir halt das das noch neu für ihn ist und er erstmal schauen will wie die so auf mich reagieren etc.
Und dann sitzen wir in der Küche und eine seiner Freundinnen sitzt bei uns und quatscht mit uns. Ich verstehe mich super mit ihr. Da fängt sie an: " Und *****, vergiss das mit Pauline! Bitte! Lass Dich nicht darauf ein! (...)". Mein Herz bleibt fast stehen. Er tut cool und sagt irgendwas, ich höre gar nicht hin weil ich unter Schock stehe. Der anfangs so unnahbare Typ entpuppt sich doch nicht als Stilles Wasser???
Ich rede nicht und höre einfach angespannt zu was sie zu sagen hat. Sie betont immer wieder das das zwischen Pauline und ihm doch nichts für ihn wäre und so ein Scheiß.
Ich fühle mich hilflos weil ich da Dinge höre die ich nicht hören will, weil ich Angst habe wenn ich jetzt ne Show mache dann ist er von mir abgetörnt. Ich denke daran das er auf einmal nach so langer Zeit nur mit mir geschlafen hat weils mit Pauline kurz vorher nicht funktionierte. Sein Aussagen warum er keine Beziehungen eingehen kann und ein wichtiges Geheimnis das ich nicht verraten darf passen 100 % nicht zu einem ernsten Flirt mit irgendeiner die er seit drei Monaten kennt. Und mir wird schlecht. Dann irgendwann sagt er "Du, ich habe ne Freundin..." und zeigt auf mich. Sie guckt verdutzt. Dann bricht sie in Tränen aus und fragt ob das stimmt und kann es nicht glauben. Sie freut sich bannig für uns und umarmt uns. Ich bin allerdings nur oberflächlich entspannt. Da gesellen sich die anderen dazu. Sie redet auf mich ein wie schön das ist. Und das es perfekt ist. Und ich gehe mit ihr in mein Zimmer um alleine mit ihr zu reden.
Sie betont wie glücklich sie das macht und das ich so unglaublich schön sei und perfekt für ihn, das ich eine echte Frau sei und genau das was er braucht und verdient. Ich frage nach Pauline.
Sie erklärt "Hach die ist nichts. Das istn kleines Mädchen. Keinen Busen, klein und schlank. ( ich so na toll. das ist ja tooootal unattraktiv heute -.- ) Die ist Jungfrau. Sie hält sich für das Beste und ist Ich-Bezogen. Sie spielt mit den Kerlen. Und ich meine wenn sie da sitzt und sich über die Lippen leckt kein Wunder das *****....". Naja. Was genaues hab ich nicht mitbekommen, außerdem war sie ziemlich betrunken.
Aber ich meine mich zu erinnern das ich sie gefragt habe was da gelaufen ist. Und sie meinte nichts. Oder rum gemacht. Keine Ahnung mehr, aber sie hat nicht gesagt was die genau gemacht haben... Aber vlt auch nur weil sie auf einmal wusste das wir ein Paar sind... Und das macht mir zu schaffen. Das macht mich fertig.
WIE KANN MAN MIR ETWAS SAGEN UND MEINEN DAS IST SO EIN GROßES PROBLEM DAS DAS EINFACH NICHT GEHT MIT BEZIEHUNG UND PIPAPO WENN MAN KURZ VORHER MIT EINER TUSSI RUM GEMACHT HAT DIE MAN EIGENTLICH KAUM KENNT???
Wie kann man mir sagen man hat nicht immer Bock wenn man aber ganz spontan so auf eine anspringt?
Wie kann man sagen " Ich springe nicht jede gleich an " und dann erfahre ich sowas?
Das ist ja im Allgemeinen kein Problem... Aber in dem ganzen Kontext... Sorry. Aber ich glaube das ich zumindest gute Gründe habe darüber zu grübeln.
Es ist alles eigentlich schön so wie es ist. Wir haben viele Dinge geklärt und sind eigentlich ganz offen miteinander und ich glaube trotzdem sehr vorsichtig.
Aber... Das schneidet bei mir einfach irgendwie zu tief. Ich bin bald zwei Monate in Therapie.
Und Pauline ist dann trotzdem noch jeden Tag in der Uni bzw. dann sind Ferien... Und es ist Frühling, da holen die kleinen Mädchen ihre Röcke raus >:(
Ich war NIE eifersüchtig, weil ich immer wusste er liebt mich oder eben nicht. Basta. Aber diese Geschichte hat sich so kompliziert und schwankend entwickelt das ich enorme Angst habe sehr stark verletzt zu werden.
Und ihn auf dieses Thema anzusprechen schaffe ich nicht. Ich habe in den letzten Tagen schon zu viele Unstimmigkeiten angesprochen und über kritische Sachen mit ihm geredet... Und das dumme ist das ich weiß er könnte mich jeden Tag liegen lassen ohne das ich das vorher merke. Ich erkläre nicht warum, ich verrate das Geheimnis nicht, auch wenn das hier anonym ist. Das ist bei mir so.
Aber ich werde einfach diese Zweifel nicht los das das alles nur ein Spiel ist. Ich sollte abwarten und nichts überstürzen. Das mit dem Ich liebe Dich hat er schon gesagt. Allerdings dann doch viel schneller als ich dachte... Obwohl er vorher so Probleme damit hatte. Mich beschleicht das Gefühl das er vlt nicht richtig lieben kann, oder anders liebt als viele Menschen. Und deshalb kann er auch von heute auf morgen einfach gehen ohne darüber zu reden weil er nicht reden will und niemals jemandem so sehr vertrauen wird. Weil es zu anstrengend ist bei Problemen eine Lösung zu suchen. Und es einfacher einfach zu genießen bis man merkt das es nicht mehr funktioniert. Für mich ist nur eines ganz klar:
Ich liebe ihn. Und ich habe ihn vor die Wahl gestellt ganz oder gar nicht. Er hat sich für ganz entschieden. Und das bringt in jedem Fall mehr als einfach auseinander zu gehen obwohl man zusammengehört und es nie probiert zu haben. Daran halte ich fest. Das er sagt das er mich liebt. Das ich das auch oft fühle. Das er versucht es mir zu zeigen. Und daran, dass er vielleicht bei mir zum ersten Mal richtig liebt und sich 100 % öffnet und mir vertraut. Vielleicht ist er ja nicht nur meine Rettung, mein Prinz - vielleicht bin ich seine rettende Prinzessin.
Dienstag, 27. November 2012
"Wir zwei, irgendwann..."
Ich bin gerade auf ein Buch mit diesem Titel gestoßen, und leider Gottes macht es mich nachdenklich...
Was wäre wenn ich jetzt auf mein Facebookprofil in 15 Jahren zugreifen könnte und ich würde dort lesen das ich unglücklich mit jemandem verheiratet bin den ich nur genommen habe weil ich zu feige war ein Risiko einzugehen??? Sollte man aus Angst etwas zu verlieren riskieren etwas vielleicht Wunderbares zu bekommen?
Letztlich liegt es nicht nur an mir... Er muss es ja auch wollen. Und vor allem sollten die gleichen Gefühle vorherrschen. Wie das klingt. Aber ich meine das natürlich nicht so theoretisch wie ich es umschreibe. Für mich gibt es nur ein Ja oder ein Nein. Wenn man jemanden fragt "Liebst Du mich?" dann kommt ein Ja oder ein Nein. Kein "Ich weiß es nicht". Das ist für mich gleichbedeutend mit Nein. Und eine Verstrickung in eine Beziehung die auf einem "Ich weiß es nicht" aufbaut... Das ist doch von vorne herein schon negativ behaftet oder? Und beim ersten Streit argumentiert man dann immer damit das "Du ja sowieso nicht weißt ob Du mich liebst". Aber mal ganz ehrlich? Was spricht nochmal dagegen?
Harry und Sally wohnen also zusammen. Und es klappt alles eigentlich ganz gut. Man verhält sich wie in einer Beziehung, nur das es nicht zu Sex kommt und man sich niemandem verpflichtet fühlt. Trotzdem fällt auf das keiner von beiden mal irgendjemanden mitbringt. Ich will das nicht, es mangelt nicht an Angeboten aber... Ich kann das nicht. Gut, ich bin psychisch sowieso nicht gerade auf dem "Zügeloser Sex Trip". Aber abgesehen davon interessiert ich auch sonst niemand anderes. Ich weiß nicht ob mich das nerven sollte. Aber in dem Moment wo ich das schreibe gebe ich zu das es mich nervt. Vielleicht würde ich mich schon das eine oder andere mal gerne wieder auf einen One Night Stand einlassen... Wie zu der Zeit als der Freund zum Ex wurde und die neue Liebe noch nicht präsent war. Mein Gott ich habe in zwei Wochen mit drei Typen geschlafen, nur aus Spaß. Und zwei habens dann noch versucht bis sie erschöpft festgestellt haben das ich kein Interesse hatte. Und nun dümpel ich seit gut einem Jahr herum und blocke jeden gescheiten Mann ab der Bock auf mich hat. Mehr als flirten schaff ich nicht, ich fühle mich als würde ich betrügen.Und dabei sehe ich schon kommen das der Zeitpunkt nicht weit weg ist indem mir auf einmal eine 0815 Tussi vorgestellt wird als neue Freundin an seiner Seite. Und das macht mich jetzt schon verrückt. Ich habe mich entschieden das das nichts werden wird und trotzdem macht mir mein Herz einen Strich durch die Rechnung. Es hofft und glaubt daran das er eines Tages erkennen wird das wir perfekt füreinander sind. Und mein Kopf sagt das wird eh nichts und wenn es was wird dann hält es nicht lange. Ich HASSE es. Ich hasse die Vernunft die sich dazwischen drängt. Die hat doch gar nichts zu suchen in der Liebe... Oder? Und der größte Mist ist das ich glaube das er einfach nur keinen weiteren Schritt wagen kann weil seine Oberflächlichkeit dazwischen funkt. "Ich finde bestimmt noch meine Traumfrau mit den langen schönen Haaren, dem perfekten Körper und den Bonbonaugen! Und solange die noch nicht da ist kann ich im Zweifel ja immernoch so tun als sei meine beste Freundin meine feste Freundin.". Irgendsowas spukt in meinem Kopf. Swollowing the pride, das ists was er schaffen müsste. Ich will aber nicht noch Jahre lang so weiter machen müssen in der Hoffnung das mit dem Alter die Einsicht kommt. Mein Kopf hat schon lange gesagt das das alles sinnlos ist und nur weh tut. Aber ich komme da nicht raus. Und das macht mich so krank. Ich genieße so vieles, ich gönne es mir aber nicht weil ich immer wieder von mir selbst gewarnt werde das das alles sowieso nichts bringt und nur dazu führt das die "Trennung" schmerzhafter werden wird. Nun werden wir Heiligabend alleine zusammen verbringen. Die Idee kam von ihm, er ist selbstverständlich davon ausgegangen... Und ich war irritiert das er das will. Vermutlich weil er einfach nicht so einen guten Draht zu seiner Familie hat. Aber... Warum gerade mit mir? Bin ich seine Ersatzschwester, Mutter? Oder seine Ersatzfamilie? Ist das gut wenn es so ist??? Und steckt da vielleicht doch mehr hinter? Checkt er das wenn es so ist? Oder denkt er gar nicht drüber nach, bedeutet ihm das nichts??? Da sieht mans wieder... Das Herz und der Kopf... Schrecklich. Das ist so ungesund.
Und jetzt habe ich gelesen das ein Mädel nach zwei Jahren mit ihrem besten Freund rumgeknutscht hat als sie beide betrunken waren und dann nach viel hin und her mit ihm zusammen gekommen ist. Aber ich denke einfach das das was anderes ist. Bei mir ist leider leider leider das Problem vorhanden das viele junge Männer denken "Hauptsache meine Freundin ist schlank". Und das ich sicherlich nicht hässlich bin oder nicht schlau genug oder nen schlechten Charakter habe. Ich würde arrogant behaupten ich sei eine super Freundin, als Gesprächspartner und sexuell gesehen - ach, in allen Belangen wie sich das gehört. Das einzige was da ist ist eben das ich nicht das schlanke Vorzeigegirl bin. Obwohl ich bereits gemerkt habe das sowieso die meisten denken wir sind ein Paar, meine wie seine Freunde, und das das keinen juckt. Im Gegenteil, alle finden das total süß und schauen mit glitzernden, manchmal neidischen Augen. Und seine besten Kumpel finden mich auch alle sehr sympathisch. Ich denke nur das es für ihn schwer wäre in einer Gruppe fremder Jungerwachsener voller Oberflächlichkeit ein Foto von mir zu zeigen und dabei wirklich ehrlich stolz zu sein. Klar ist es einfacher ein sexy Pic von deiner heißen Freundin zu zeigen und Du weißt das alle Männer anfangen dir auf die Schulter zu klopfen. Ich hasse diese oberflächliche Welt. Klar,es gibt auch genug die mich einfach hübsch finden und selbst bei meinem Exfreund damals haben alle immer gesagt was er doch für eine hübsche Freundin hat. Aber mein bester Freund ist da einfach zu... eingeschränkt. Vielleicht tue ich ihm Unrecht. Vielleicht ist ihm das nicht mehr so wichtig. Vielleicht ist es einfach die Verpflichtung die eine feste Beziehung mit sich bringt, der Druck unter dem man dann womöglich steht und die Angst es dem anderen nicht Recht machen zu können... Ich verstehe das. Und ich wünschte es wäre "nur" das. Ich habe nämlich diese Angst. Naja, ich habe Angst ihn zu verlieren, das ist das einzige was mich abhält. Aber wer sagt denn das es nicht auch funktionieren kann? Warum hat man immer soviel Angst? Das nimmt einem soviel Zeit und wer weiß: Vielleicht auch wunderschöne Momente die man dadurch verpasst.
Und nur deswegen würde es sich doch lohnen das Risiko einzugehen oder?
Ich weiß es selber nicht. Wenn er nicht mitzieht kann ich auch nicht weitermachen. Ich bräuchte nämlich auch mal jemanden der mir einfach sagt das alles gut wird und das ich keine Angst zu haben brauche.
Und ich weiß nicht ob er das für mich sein kann wenn er scheinbar selber soviel Angst hat.
Er kann einfach nicht mehr sagen das da nichts ist außer Freundschaft. Vielleicht denkt er das. Aber da ist Liebe. Länger schon und ich glaube sie festigt sich. Und wenn man ihm nicht sagt was das da eigentlich ist dann lernt er es nicht zu verstehen und hält es fälschlicherweise für normal.
Und wenn er dann geil auf irgend ne andere ist denkt er das ist Liebe obwohl es sexuelle Anziehung ist.
Herrje. Was soll ich nur tun? Ich kann nichts tun. Ich habe schon alles gezeigt. Wenn ers nicht tut passiert auch nichts. Und mich beschleicht das Gefühl das es niemals weitergehen wird weil er es einfach nicht checkt. Boah macht mich das wütend, traurig und hilflos. Liebe kann so schön sein, warum verbietet man sich das selbst so oft? :(
Was wäre wenn ich jetzt auf mein Facebookprofil in 15 Jahren zugreifen könnte und ich würde dort lesen das ich unglücklich mit jemandem verheiratet bin den ich nur genommen habe weil ich zu feige war ein Risiko einzugehen??? Sollte man aus Angst etwas zu verlieren riskieren etwas vielleicht Wunderbares zu bekommen?
Letztlich liegt es nicht nur an mir... Er muss es ja auch wollen. Und vor allem sollten die gleichen Gefühle vorherrschen. Wie das klingt. Aber ich meine das natürlich nicht so theoretisch wie ich es umschreibe. Für mich gibt es nur ein Ja oder ein Nein. Wenn man jemanden fragt "Liebst Du mich?" dann kommt ein Ja oder ein Nein. Kein "Ich weiß es nicht". Das ist für mich gleichbedeutend mit Nein. Und eine Verstrickung in eine Beziehung die auf einem "Ich weiß es nicht" aufbaut... Das ist doch von vorne herein schon negativ behaftet oder? Und beim ersten Streit argumentiert man dann immer damit das "Du ja sowieso nicht weißt ob Du mich liebst". Aber mal ganz ehrlich? Was spricht nochmal dagegen?
Harry und Sally wohnen also zusammen. Und es klappt alles eigentlich ganz gut. Man verhält sich wie in einer Beziehung, nur das es nicht zu Sex kommt und man sich niemandem verpflichtet fühlt. Trotzdem fällt auf das keiner von beiden mal irgendjemanden mitbringt. Ich will das nicht, es mangelt nicht an Angeboten aber... Ich kann das nicht. Gut, ich bin psychisch sowieso nicht gerade auf dem "Zügeloser Sex Trip". Aber abgesehen davon interessiert ich auch sonst niemand anderes. Ich weiß nicht ob mich das nerven sollte. Aber in dem Moment wo ich das schreibe gebe ich zu das es mich nervt. Vielleicht würde ich mich schon das eine oder andere mal gerne wieder auf einen One Night Stand einlassen... Wie zu der Zeit als der Freund zum Ex wurde und die neue Liebe noch nicht präsent war. Mein Gott ich habe in zwei Wochen mit drei Typen geschlafen, nur aus Spaß. Und zwei habens dann noch versucht bis sie erschöpft festgestellt haben das ich kein Interesse hatte. Und nun dümpel ich seit gut einem Jahr herum und blocke jeden gescheiten Mann ab der Bock auf mich hat. Mehr als flirten schaff ich nicht, ich fühle mich als würde ich betrügen.Und dabei sehe ich schon kommen das der Zeitpunkt nicht weit weg ist indem mir auf einmal eine 0815 Tussi vorgestellt wird als neue Freundin an seiner Seite. Und das macht mich jetzt schon verrückt. Ich habe mich entschieden das das nichts werden wird und trotzdem macht mir mein Herz einen Strich durch die Rechnung. Es hofft und glaubt daran das er eines Tages erkennen wird das wir perfekt füreinander sind. Und mein Kopf sagt das wird eh nichts und wenn es was wird dann hält es nicht lange. Ich HASSE es. Ich hasse die Vernunft die sich dazwischen drängt. Die hat doch gar nichts zu suchen in der Liebe... Oder? Und der größte Mist ist das ich glaube das er einfach nur keinen weiteren Schritt wagen kann weil seine Oberflächlichkeit dazwischen funkt. "Ich finde bestimmt noch meine Traumfrau mit den langen schönen Haaren, dem perfekten Körper und den Bonbonaugen! Und solange die noch nicht da ist kann ich im Zweifel ja immernoch so tun als sei meine beste Freundin meine feste Freundin.". Irgendsowas spukt in meinem Kopf. Swollowing the pride, das ists was er schaffen müsste. Ich will aber nicht noch Jahre lang so weiter machen müssen in der Hoffnung das mit dem Alter die Einsicht kommt. Mein Kopf hat schon lange gesagt das das alles sinnlos ist und nur weh tut. Aber ich komme da nicht raus. Und das macht mich so krank. Ich genieße so vieles, ich gönne es mir aber nicht weil ich immer wieder von mir selbst gewarnt werde das das alles sowieso nichts bringt und nur dazu führt das die "Trennung" schmerzhafter werden wird. Nun werden wir Heiligabend alleine zusammen verbringen. Die Idee kam von ihm, er ist selbstverständlich davon ausgegangen... Und ich war irritiert das er das will. Vermutlich weil er einfach nicht so einen guten Draht zu seiner Familie hat. Aber... Warum gerade mit mir? Bin ich seine Ersatzschwester, Mutter? Oder seine Ersatzfamilie? Ist das gut wenn es so ist??? Und steckt da vielleicht doch mehr hinter? Checkt er das wenn es so ist? Oder denkt er gar nicht drüber nach, bedeutet ihm das nichts??? Da sieht mans wieder... Das Herz und der Kopf... Schrecklich. Das ist so ungesund.
Und jetzt habe ich gelesen das ein Mädel nach zwei Jahren mit ihrem besten Freund rumgeknutscht hat als sie beide betrunken waren und dann nach viel hin und her mit ihm zusammen gekommen ist. Aber ich denke einfach das das was anderes ist. Bei mir ist leider leider leider das Problem vorhanden das viele junge Männer denken "Hauptsache meine Freundin ist schlank". Und das ich sicherlich nicht hässlich bin oder nicht schlau genug oder nen schlechten Charakter habe. Ich würde arrogant behaupten ich sei eine super Freundin, als Gesprächspartner und sexuell gesehen - ach, in allen Belangen wie sich das gehört. Das einzige was da ist ist eben das ich nicht das schlanke Vorzeigegirl bin. Obwohl ich bereits gemerkt habe das sowieso die meisten denken wir sind ein Paar, meine wie seine Freunde, und das das keinen juckt. Im Gegenteil, alle finden das total süß und schauen mit glitzernden, manchmal neidischen Augen. Und seine besten Kumpel finden mich auch alle sehr sympathisch. Ich denke nur das es für ihn schwer wäre in einer Gruppe fremder Jungerwachsener voller Oberflächlichkeit ein Foto von mir zu zeigen und dabei wirklich ehrlich stolz zu sein. Klar ist es einfacher ein sexy Pic von deiner heißen Freundin zu zeigen und Du weißt das alle Männer anfangen dir auf die Schulter zu klopfen. Ich hasse diese oberflächliche Welt. Klar,es gibt auch genug die mich einfach hübsch finden und selbst bei meinem Exfreund damals haben alle immer gesagt was er doch für eine hübsche Freundin hat. Aber mein bester Freund ist da einfach zu... eingeschränkt. Vielleicht tue ich ihm Unrecht. Vielleicht ist ihm das nicht mehr so wichtig. Vielleicht ist es einfach die Verpflichtung die eine feste Beziehung mit sich bringt, der Druck unter dem man dann womöglich steht und die Angst es dem anderen nicht Recht machen zu können... Ich verstehe das. Und ich wünschte es wäre "nur" das. Ich habe nämlich diese Angst. Naja, ich habe Angst ihn zu verlieren, das ist das einzige was mich abhält. Aber wer sagt denn das es nicht auch funktionieren kann? Warum hat man immer soviel Angst? Das nimmt einem soviel Zeit und wer weiß: Vielleicht auch wunderschöne Momente die man dadurch verpasst.
Und nur deswegen würde es sich doch lohnen das Risiko einzugehen oder?
Ich weiß es selber nicht. Wenn er nicht mitzieht kann ich auch nicht weitermachen. Ich bräuchte nämlich auch mal jemanden der mir einfach sagt das alles gut wird und das ich keine Angst zu haben brauche.
Und ich weiß nicht ob er das für mich sein kann wenn er scheinbar selber soviel Angst hat.
Er kann einfach nicht mehr sagen das da nichts ist außer Freundschaft. Vielleicht denkt er das. Aber da ist Liebe. Länger schon und ich glaube sie festigt sich. Und wenn man ihm nicht sagt was das da eigentlich ist dann lernt er es nicht zu verstehen und hält es fälschlicherweise für normal.
Und wenn er dann geil auf irgend ne andere ist denkt er das ist Liebe obwohl es sexuelle Anziehung ist.
Herrje. Was soll ich nur tun? Ich kann nichts tun. Ich habe schon alles gezeigt. Wenn ers nicht tut passiert auch nichts. Und mich beschleicht das Gefühl das es niemals weitergehen wird weil er es einfach nicht checkt. Boah macht mich das wütend, traurig und hilflos. Liebe kann so schön sein, warum verbietet man sich das selbst so oft? :(
Donnerstag, 8. November 2012
1 Jahr nach dem "Fast-Suizid" - Und auf einmal...
... habe ich gerade eben, vor nicht mal 15 min, eine Erkenntnis gehabt. Eine sehr fundamentale.
Ich versuche sie zu beschreiben.
Ich habe mir eben, ohne das ich es zielgerichtet wollte, einige ältere Bilder und Videos auf meinem Handy angesehen. Ich bin dabei immer weiter zurück gegangen und habe mich über das ein oder andere amüsiert - bis ich auf die Inhalte gestoßen bin die weniger amüsant waren. Wie sauer ich war auf meinen Exmitbewohner ( alias Troll ). Wie verzweifelt ich war wegen meines Liebeskummers. Wie depressiv ich war wegen allem um mich herum, weil nichts funktionierte. Und das älteste Video das ich mir angesehen habe ist vom September 2011. Also ungefähr ein Jahr her. Und als ich das gesehen habe ist mir etwas bewusst geworden. Mir geht es nicht mehr so schlecht wie damals. Ich kann mir das alles ansehen und dabei lächeln. Nicht weil ich es lustig finde, nein... Sondern weil ich das nicht mehr bin. Weil das abgehakt ist. Zumindest so wie es dort gezeigt wird. Ich habe vor kurzem eine Dokumentation in Auszügen angesehen, da ging es um Schizophrenie und Angststörungen, um Traumata und Depressionen. Und in dieser Doku erzählte ein Psychologe von seinen Techniken die er bei seinen Klienten angewendet hat. Dabei sollten sie immer und immer wieder eine Geschichte vorlesen die sie selbst geschrieben haben, in jeder Sitzung. Ich will da jetzt gar nicht so drauf eingehen, es geht mir nämlich nur um das Resultat.
Diese Menschen haben jedes Mal Angst davor gehabt das alles wieder zu durchleben.
Und diese Angst hat sie so gelähmt das sie in ihrem Alltag dadurch nicht richtig "leben" konnten.
Durch diese Therapie aber haben sie irgendwann, von einem Mal aufs andere bemerkt, dass sie die Geschichte vorlesen, aber sich nicht mehr emotional daran gebunden fühlen.
Um auf den Punkt zu kommen:
Ich habe ein Jahr immer wieder Videomitschnitte von mir gemacht, wie ich mich fühle, was meine Gedanken waren - immer wenn eine sehr starke Schwankung eingetreten ist.
Und ich habe damals damit angefangen, weil ich mir selbst gesagt hatte das es mir vlt. helfen könnte mich zu reflektieren, weil ich mir immer wieder gesagt habe das ich mir selbst helfen muss, das mich niemand versteht, das ich niemanden mehr belasten möchte der das nicht tragen kann.
Und ich weiß wie es mich immer wieder traurig machte mir meine Videos anzusehen.
Jetzt aber habe ich mir das angesehen und dabei eher Gleichgültigkeit verspürt, als würde ich einen Film schauen. Es hat mich schon angesprochen, aber ich habe keine Gedanken daran verschwendet.
Das ist phänomenal. Das heißt, das mein Selbstversuch, der aus mir entsprang, geglückt ist.
Ich fühle mich wie ein Wissenschaftler, dessen Versuch ein Erfolg geworden ist.
Das haut mich um. Ich bin lange noch davon entfernt stabil zu sein, stark zu sein, aber allein die Erkenntnis das es mir nicht mehr so geht wie noch vor einem Jahr... Das ist großartig.
Vor einem Jahr wollte ich mich vor eine Bahn werfen und habe Fenster in zu großer Höhe gemieden.
Jetzt denke ich zwar mal daran, aber ich verspüre seit Monaten nicht mehr diesen "Sog".
Und weil alles so schnell gegangen ist die letzten zwei Monate ist mir der Wandel emotional gar nicht so bewusst geworden. Jetzt, in eben dieser Stunde, da fällt mir auf einmal irgendeine Last von den Schultern. Durch all den Stress der letzten Zeit habe ich nicht bemerkt wie "gut" es mir eigentlich geht. Klar, ich könnte diesen kleinen Moment jetzt damit vermiesen indem ich mir sage "ABER DAS IST DOCH SCHEIßE UND JENES IST BESCHISSEN". Aber das will ich jetzt gar nicht. Morgen werde ich vermutlich wieder darüber nachdenken was mir Bauchschmerzen macht. Jetzt gerade aber ist die Erkenntnis sehr wichtig.
Ok. Ich hab mich grade dabei ertappt wie der Gedanke an meine Geldsorgen und eine noch nicht überwiesene Mahngebühr den Glücksmoment zu killen droht... Aber im Großen und Ganzen weiß ich das es mir besser geht.
Ich bin den Troll los. Und mit meinem besten Freund, den ich sehr liebe, eigentlich ziemlich glücklich als neuen WG Partner. Er beruhigt mich. Klar regt er mich auch mal auf, aber das tue ich bestimmt auch. Aber er ist wunderbar. Er ist einfach da und gibt mir damit unheimlich viel Ruhe und Geborgenheit. Der Müll wird immer runtergebracht. Es ist immer mehr oder weniger sauber. Mein Zimmer. 100 Grad anders. Hell, freundlich. Ich schminke mich wieder jeden Tag weil ich wert darauf lege gepflegt auszusehen. Ich koche häufiger und genieße es wieder etwas selbst gekochtes zu essen, ich sehe es nicht mehr als Zeitverschwendung. Ich habe einen Studienplatz, zwar im Nachrückverfahren und mit viel zusätzlichem Stress, aber ich habe einen. Und auch wenn ich mir immer wieder sage das ich das nicht schaffe und später im Beruf eh versage... Irgendwie... Ist das gut das ich den Platz habe und versuche mich anzustrengen, soweit das meine Macken zulassen. Keine Fliegen mehr. Keine laute Metalmusik oder laut vögelnde Schmarotzer im Nebenzimmer. Liebevoller Umgang miteinander. Meine Katze ist auch ruhiger geworden. Ich schlafe in einem normalen Bett. Es riecht hier angenehm wenn man nach Hause kommt. Ich bin GERN zu Hause. Manchmal kann ichs sogar nicht erwarten nach Hause zu kommen... Vor Monaten noch war ich froh wenn ich woanders schlafen und essen konnte. Jetzt brauche ich das nicht mehr.
Gigantisch. Und das alles nur wegen meinem Handy und weil ich mich ablenken wollte weil ich meine Hausaufgaben nicht kapiert habe und deshalb frustriert war... Ich bin an einem Punkt wo ich mir sagen kann das ich mir selbst geholfen habe. Und das mit Erfolg. Klar hatte ich dabei passive Unterstützung... Aber letzten Endes bin ich diejenige die sich aufgenommen hat, die sich immer wieder selbst reflektiert hat... Und das, so glaube ich zumindest, ist sehr mutig. Obwohl ich dachte ich sei feige. Paradox? Für manche vielleicht. Aber ich, ich kann darüber tatsächlich schmunzeln.
Ich versuche sie zu beschreiben.
Ich habe mir eben, ohne das ich es zielgerichtet wollte, einige ältere Bilder und Videos auf meinem Handy angesehen. Ich bin dabei immer weiter zurück gegangen und habe mich über das ein oder andere amüsiert - bis ich auf die Inhalte gestoßen bin die weniger amüsant waren. Wie sauer ich war auf meinen Exmitbewohner ( alias Troll ). Wie verzweifelt ich war wegen meines Liebeskummers. Wie depressiv ich war wegen allem um mich herum, weil nichts funktionierte. Und das älteste Video das ich mir angesehen habe ist vom September 2011. Also ungefähr ein Jahr her. Und als ich das gesehen habe ist mir etwas bewusst geworden. Mir geht es nicht mehr so schlecht wie damals. Ich kann mir das alles ansehen und dabei lächeln. Nicht weil ich es lustig finde, nein... Sondern weil ich das nicht mehr bin. Weil das abgehakt ist. Zumindest so wie es dort gezeigt wird. Ich habe vor kurzem eine Dokumentation in Auszügen angesehen, da ging es um Schizophrenie und Angststörungen, um Traumata und Depressionen. Und in dieser Doku erzählte ein Psychologe von seinen Techniken die er bei seinen Klienten angewendet hat. Dabei sollten sie immer und immer wieder eine Geschichte vorlesen die sie selbst geschrieben haben, in jeder Sitzung. Ich will da jetzt gar nicht so drauf eingehen, es geht mir nämlich nur um das Resultat.
Diese Menschen haben jedes Mal Angst davor gehabt das alles wieder zu durchleben.
Und diese Angst hat sie so gelähmt das sie in ihrem Alltag dadurch nicht richtig "leben" konnten.
Durch diese Therapie aber haben sie irgendwann, von einem Mal aufs andere bemerkt, dass sie die Geschichte vorlesen, aber sich nicht mehr emotional daran gebunden fühlen.
Um auf den Punkt zu kommen:
Ich habe ein Jahr immer wieder Videomitschnitte von mir gemacht, wie ich mich fühle, was meine Gedanken waren - immer wenn eine sehr starke Schwankung eingetreten ist.
Und ich habe damals damit angefangen, weil ich mir selbst gesagt hatte das es mir vlt. helfen könnte mich zu reflektieren, weil ich mir immer wieder gesagt habe das ich mir selbst helfen muss, das mich niemand versteht, das ich niemanden mehr belasten möchte der das nicht tragen kann.
Und ich weiß wie es mich immer wieder traurig machte mir meine Videos anzusehen.
Jetzt aber habe ich mir das angesehen und dabei eher Gleichgültigkeit verspürt, als würde ich einen Film schauen. Es hat mich schon angesprochen, aber ich habe keine Gedanken daran verschwendet.
Das ist phänomenal. Das heißt, das mein Selbstversuch, der aus mir entsprang, geglückt ist.
Ich fühle mich wie ein Wissenschaftler, dessen Versuch ein Erfolg geworden ist.
Das haut mich um. Ich bin lange noch davon entfernt stabil zu sein, stark zu sein, aber allein die Erkenntnis das es mir nicht mehr so geht wie noch vor einem Jahr... Das ist großartig.
Vor einem Jahr wollte ich mich vor eine Bahn werfen und habe Fenster in zu großer Höhe gemieden.
Jetzt denke ich zwar mal daran, aber ich verspüre seit Monaten nicht mehr diesen "Sog".
Und weil alles so schnell gegangen ist die letzten zwei Monate ist mir der Wandel emotional gar nicht so bewusst geworden. Jetzt, in eben dieser Stunde, da fällt mir auf einmal irgendeine Last von den Schultern. Durch all den Stress der letzten Zeit habe ich nicht bemerkt wie "gut" es mir eigentlich geht. Klar, ich könnte diesen kleinen Moment jetzt damit vermiesen indem ich mir sage "ABER DAS IST DOCH SCHEIßE UND JENES IST BESCHISSEN". Aber das will ich jetzt gar nicht. Morgen werde ich vermutlich wieder darüber nachdenken was mir Bauchschmerzen macht. Jetzt gerade aber ist die Erkenntnis sehr wichtig.
Ok. Ich hab mich grade dabei ertappt wie der Gedanke an meine Geldsorgen und eine noch nicht überwiesene Mahngebühr den Glücksmoment zu killen droht... Aber im Großen und Ganzen weiß ich das es mir besser geht.
Ich bin den Troll los. Und mit meinem besten Freund, den ich sehr liebe, eigentlich ziemlich glücklich als neuen WG Partner. Er beruhigt mich. Klar regt er mich auch mal auf, aber das tue ich bestimmt auch. Aber er ist wunderbar. Er ist einfach da und gibt mir damit unheimlich viel Ruhe und Geborgenheit. Der Müll wird immer runtergebracht. Es ist immer mehr oder weniger sauber. Mein Zimmer. 100 Grad anders. Hell, freundlich. Ich schminke mich wieder jeden Tag weil ich wert darauf lege gepflegt auszusehen. Ich koche häufiger und genieße es wieder etwas selbst gekochtes zu essen, ich sehe es nicht mehr als Zeitverschwendung. Ich habe einen Studienplatz, zwar im Nachrückverfahren und mit viel zusätzlichem Stress, aber ich habe einen. Und auch wenn ich mir immer wieder sage das ich das nicht schaffe und später im Beruf eh versage... Irgendwie... Ist das gut das ich den Platz habe und versuche mich anzustrengen, soweit das meine Macken zulassen. Keine Fliegen mehr. Keine laute Metalmusik oder laut vögelnde Schmarotzer im Nebenzimmer. Liebevoller Umgang miteinander. Meine Katze ist auch ruhiger geworden. Ich schlafe in einem normalen Bett. Es riecht hier angenehm wenn man nach Hause kommt. Ich bin GERN zu Hause. Manchmal kann ichs sogar nicht erwarten nach Hause zu kommen... Vor Monaten noch war ich froh wenn ich woanders schlafen und essen konnte. Jetzt brauche ich das nicht mehr.
Gigantisch. Und das alles nur wegen meinem Handy und weil ich mich ablenken wollte weil ich meine Hausaufgaben nicht kapiert habe und deshalb frustriert war... Ich bin an einem Punkt wo ich mir sagen kann das ich mir selbst geholfen habe. Und das mit Erfolg. Klar hatte ich dabei passive Unterstützung... Aber letzten Endes bin ich diejenige die sich aufgenommen hat, die sich immer wieder selbst reflektiert hat... Und das, so glaube ich zumindest, ist sehr mutig. Obwohl ich dachte ich sei feige. Paradox? Für manche vielleicht. Aber ich, ich kann darüber tatsächlich schmunzeln.
Sonntag, 14. Oktober 2012
( Über- ) Lebensschwierigkeiten - Kleines Mädchen, Du bist nicht mehr alleine!
Ich habe schon einiges versucht umzusetzen. Wirklich. Es gibt Jungerwachsene die sitzen einfach nur rum und tun gar nichts, entweder weil sie einfach keine Lust haben, oder weil sie wirklich paralysiert sind von all dem Unheil das um einen herumtanzt. Ich für meinen Teil wusste immer das ich träumerisch gesehen Schauspielerin im Theater sein möchte, Bestsellerautorin und Synchronsprecherin. Realistisch gesehen hatte ich keine Ahnung was ich machen sollte nach der Schule. In meiner Verzweiflung habe ich ein FSJ ( Freiwilliges Soziales Jahr ) gemacht... Bin aber leider nach gut 4 Monaten so auf die Fresse gefallen das ich nen Kreuzbandriss hatte. Ich hatte gerade begonnen mich im Arbeitsleben ein wenig einzuordnen und auszuprobieren. Tja. Gut eineinhalb Jahre hatte ich ne Sperre. Alles musste operiert werden, ausheilen, postoperativ behandelt werden... Und deshalb rutschte ich in die Arbeitslosigkeit... Und in eine Hartz IV Maßnahme ( was im Nachhinein für meinen Lebenslauf totaler Mist, aber für meine sozialen Kontakte eine Bereicherung war ;) ).
Man muss wissen das ich mich vorher auch ehrenamtlich in der evangelischen Jugend engagierte. Ich leitete eine Kindergruppe, dann eine Jugendgruppe.
Aber leider kam dann ein Tief, und ich wusste gar nicht mehr was ich machen sollte.
Ich glaube ich bin seit der Grundschule depressiv. Keine Ahnung ob das jetzt jemand nachfühlen kann... Aber es gab damals eine Situation, mein Kumpel übernachtete bei mir, und von einen auf den anderen Moment fühlte ich mich elendig hilflos und traurig, als würde man mich in ein Loch ziehen... Ich konnte das nicht einordnen - schlief aber bei meiner Mutter weil ich solche Angst hatte. Da fing alles an.
Von da an was ich Pessimist, auch wenn ich Optimisten beneidete.
Ich wurde aggressiver. Ich fing an mich zu hassen.
Ich gab mir die Schuld an allem. Wenn mich Leute hänselten rastete ich aus, dachte aber gleichzeitig immer daran das ich mich verstecken müsste damit die mich nicht wieder angreifen würden.
Verstecken. NIEMAND sollte sich so fühlen müssen. Sich hasserfüllt einreden das er im Leben keinen Platz hat, zu hässlich ist um mit den anderen zusammen zu sein, zu nutzlos, zu schwach, zu langsam, zu groß, zu dick, zu dünn....! Manchmal ist die Menschheit ein riesengroßes Arschloch.
Während der Maßnahme jedoch erkannte ich das ich Lehrerin werden wollte. Ich bildete mir ein das es mir mehr Sicherheit im Leben geben würde - zudem wusste ich wie sehr ich gelitten hatte in der Grundschule, wie wenig Beachtung man bekam als schweigendes kleines Mädchen.
Und ich setzte mir zum Ziel in die Position zu gelangen in der ich Kindern beibringen könnte schon sehr früh zu lernen das man niemandem weh tut so wie ich es erfahren musste. Ich wollte diejenige Lehrerin werden die sich vor das nervöslachende Mädchen stellt die nicht weiter als 1 Meter springen konnte. Ich wollte diejenige werden die schüchternen Schülern mit versteckter Begabung zeigt das sie eines Tages erwachsen sein werden, das aller Frust irgendwann ein Ende hat und das die Schule nicht ewig geht.
Das aus einer aggressiven, pummeligen Grundschülerin eine lustige, kreative und beliebte Stufensprecherin werden konnte. Das man Mut finden konnte auch wenn man nicht weiß wo man suchen soll.
Ich bin sicherlich nicht das beste Beispiel dafür optimistisch und fröhlich durchs Leben zu gehen.
Aber ich würde es gerne. Und ich weiß wie man es schaffen kann. Und vorallem weiß ich das es mir geholfen hätte wenn damals schon jemand zu mir gesagt hätte "Halt den Kopf hoch, irgendwann ist das vorbei und dann werden sie alle staunen was zu kannst.".
Zusammenfassend habe ich nie gewusst was ich machen will, und mit meiner labilen Psyche momentan, angenagt durch jahrelanges Ignorieren, ist es sicherlich auch nicht ratsam mich jetzt zu fragen ob ich zuversichtlich bin alles hinzubekommen.
Ich weiß nur das ich immer denke Gott hat was gegen mich. Ich glaube nicht wirklich an einen Gott, aber man sagt das ja trotzdem immer so und hofft das da was ist das einen retten wird.
Am 05.10. aber hat "Gott" sich gedacht das er mir eine Chance geben möchte, das er nicht will das ich sterbe.
So versuch ichs mir zu erklären. Ich habe auf einmal nach Jahren dann doch bekommen was ich wollte, ich habe endlich meinen Lehramtsstudienplatz.
Auf Nachrückverfahren, aber ich habe ihn bekommen als schon niemand mehr damit rechnete und ich kurz davor war, die Bewerbungsfotos schon in der Hand, mich für eine Ausbildung zu bewerben die ich nie machen wollte.
Zukunftsängste haben wir alle. Und das ist wahnsinnig kräftezehrend. Und wer nicht in guter Gesellschaft ist die ihn oder sie auffängt kann daran kaputt gehen.
Ich habe Angst es nicht zu schaffen, zu dumm zu sein, später im Beruf zu versagen...
Und morgen ist mein erster Tag im neuen Studium und ich habe Angst. Angst vor den Menschen. Angst vor der Herausforderung. Angst das mích alle ignorieren und nervig finden. Angst unterzugehen.
Aber ich versuche immernoch Kraft aus irgendeiner Ecke zu ziehen um mich selbst zu pushen.
Dadurch wurde mein ganzer Plan umgeworfen, aber ich weiß das man so eine Chance nur selten bekommt und das es das ist, neben meinem Traum, was ich werden will.
Daher mache ich mich ängstlich und kraftlos auf den Weg in meine Zukunft, mit Aussicht im Januar verspätet meine Therapie zu machen. In den Semesterferien. Und ich hoffe und bange das ich das erste Semester mit Bravour meistere. Ein enormer Druck für jemanden der jeden Tag neu überlegt allem ein Ende zu setzen.
Ich will immernoch sterben.
Gerade vorgestern habe ich auf meinem Bett gelegen und mir gewünscht irgendwas würde passieren das ich einfach weg bin. Jeden Tag kämpfe ich mit den Gedanken. Jeden Tag will etwas in mir aufgeben und bringt mich dazu das ich mich übergeben will weil ich trotzdem versuche dagegen anzugehen.
Es fühlt sich an als würde ich etwas gegen meinen Willen machen. Als wäre es eine Bestrafung obwohl es doch etwas Gutes ist. Aber darüber habe ich bereits geschrieben, über meine Lebensmüdigkeit und Unlust, über mein fehlendes Vertrauen in die Menschen, meine Wut und meine Traurigkeit.
Ich habe einfach das Gefühl das Leben hält nichts mehr für mich bereit worauf ich wirklich warten möchte.
Aber das führt zu weit und kann in einem anderen Post noch einmal genauer beleuchtet werden.
Letztlich geht es darum einen Weg für sich zu finden, und auch wenn man glaubt aus der Pubertät entflohen zu sein.
Ich bin immernoch das kleine, pummelige, aggressive, missverstandene, ängstliche Mädchen das Angst hat und sich verstecken will.
Nur mit dem Unterschied das ich diesmal jemanden dabei habe der mich beschützt.
Eine junge Frau mit lauter Stimme, Selbstbewusstsein und geradem Rücken.
Sie zieht mich aus der Ecke raus und stemmt die Hände in die Hüften während sie auf die bösen Menschen hinunterblickt und mich aufmunternd anlächelt.
Mich selbst.
Man muss wissen das ich mich vorher auch ehrenamtlich in der evangelischen Jugend engagierte. Ich leitete eine Kindergruppe, dann eine Jugendgruppe.
Aber leider kam dann ein Tief, und ich wusste gar nicht mehr was ich machen sollte.
Ich glaube ich bin seit der Grundschule depressiv. Keine Ahnung ob das jetzt jemand nachfühlen kann... Aber es gab damals eine Situation, mein Kumpel übernachtete bei mir, und von einen auf den anderen Moment fühlte ich mich elendig hilflos und traurig, als würde man mich in ein Loch ziehen... Ich konnte das nicht einordnen - schlief aber bei meiner Mutter weil ich solche Angst hatte. Da fing alles an.
Von da an was ich Pessimist, auch wenn ich Optimisten beneidete.
Ich wurde aggressiver. Ich fing an mich zu hassen.
Ich gab mir die Schuld an allem. Wenn mich Leute hänselten rastete ich aus, dachte aber gleichzeitig immer daran das ich mich verstecken müsste damit die mich nicht wieder angreifen würden.
Verstecken. NIEMAND sollte sich so fühlen müssen. Sich hasserfüllt einreden das er im Leben keinen Platz hat, zu hässlich ist um mit den anderen zusammen zu sein, zu nutzlos, zu schwach, zu langsam, zu groß, zu dick, zu dünn....! Manchmal ist die Menschheit ein riesengroßes Arschloch.
Während der Maßnahme jedoch erkannte ich das ich Lehrerin werden wollte. Ich bildete mir ein das es mir mehr Sicherheit im Leben geben würde - zudem wusste ich wie sehr ich gelitten hatte in der Grundschule, wie wenig Beachtung man bekam als schweigendes kleines Mädchen.
Und ich setzte mir zum Ziel in die Position zu gelangen in der ich Kindern beibringen könnte schon sehr früh zu lernen das man niemandem weh tut so wie ich es erfahren musste. Ich wollte diejenige Lehrerin werden die sich vor das nervöslachende Mädchen stellt die nicht weiter als 1 Meter springen konnte. Ich wollte diejenige werden die schüchternen Schülern mit versteckter Begabung zeigt das sie eines Tages erwachsen sein werden, das aller Frust irgendwann ein Ende hat und das die Schule nicht ewig geht.
Das aus einer aggressiven, pummeligen Grundschülerin eine lustige, kreative und beliebte Stufensprecherin werden konnte. Das man Mut finden konnte auch wenn man nicht weiß wo man suchen soll.
Ich bin sicherlich nicht das beste Beispiel dafür optimistisch und fröhlich durchs Leben zu gehen.
Aber ich würde es gerne. Und ich weiß wie man es schaffen kann. Und vorallem weiß ich das es mir geholfen hätte wenn damals schon jemand zu mir gesagt hätte "Halt den Kopf hoch, irgendwann ist das vorbei und dann werden sie alle staunen was zu kannst.".
Zusammenfassend habe ich nie gewusst was ich machen will, und mit meiner labilen Psyche momentan, angenagt durch jahrelanges Ignorieren, ist es sicherlich auch nicht ratsam mich jetzt zu fragen ob ich zuversichtlich bin alles hinzubekommen.
Ich weiß nur das ich immer denke Gott hat was gegen mich. Ich glaube nicht wirklich an einen Gott, aber man sagt das ja trotzdem immer so und hofft das da was ist das einen retten wird.
Am 05.10. aber hat "Gott" sich gedacht das er mir eine Chance geben möchte, das er nicht will das ich sterbe.
So versuch ichs mir zu erklären. Ich habe auf einmal nach Jahren dann doch bekommen was ich wollte, ich habe endlich meinen Lehramtsstudienplatz.
Auf Nachrückverfahren, aber ich habe ihn bekommen als schon niemand mehr damit rechnete und ich kurz davor war, die Bewerbungsfotos schon in der Hand, mich für eine Ausbildung zu bewerben die ich nie machen wollte.
Zukunftsängste haben wir alle. Und das ist wahnsinnig kräftezehrend. Und wer nicht in guter Gesellschaft ist die ihn oder sie auffängt kann daran kaputt gehen.
Ich habe Angst es nicht zu schaffen, zu dumm zu sein, später im Beruf zu versagen...
Und morgen ist mein erster Tag im neuen Studium und ich habe Angst. Angst vor den Menschen. Angst vor der Herausforderung. Angst das mích alle ignorieren und nervig finden. Angst unterzugehen.
Aber ich versuche immernoch Kraft aus irgendeiner Ecke zu ziehen um mich selbst zu pushen.
Dadurch wurde mein ganzer Plan umgeworfen, aber ich weiß das man so eine Chance nur selten bekommt und das es das ist, neben meinem Traum, was ich werden will.
Daher mache ich mich ängstlich und kraftlos auf den Weg in meine Zukunft, mit Aussicht im Januar verspätet meine Therapie zu machen. In den Semesterferien. Und ich hoffe und bange das ich das erste Semester mit Bravour meistere. Ein enormer Druck für jemanden der jeden Tag neu überlegt allem ein Ende zu setzen.
Ich will immernoch sterben.
Gerade vorgestern habe ich auf meinem Bett gelegen und mir gewünscht irgendwas würde passieren das ich einfach weg bin. Jeden Tag kämpfe ich mit den Gedanken. Jeden Tag will etwas in mir aufgeben und bringt mich dazu das ich mich übergeben will weil ich trotzdem versuche dagegen anzugehen.
Es fühlt sich an als würde ich etwas gegen meinen Willen machen. Als wäre es eine Bestrafung obwohl es doch etwas Gutes ist. Aber darüber habe ich bereits geschrieben, über meine Lebensmüdigkeit und Unlust, über mein fehlendes Vertrauen in die Menschen, meine Wut und meine Traurigkeit.
Ich habe einfach das Gefühl das Leben hält nichts mehr für mich bereit worauf ich wirklich warten möchte.
Aber das führt zu weit und kann in einem anderen Post noch einmal genauer beleuchtet werden.
Letztlich geht es darum einen Weg für sich zu finden, und auch wenn man glaubt aus der Pubertät entflohen zu sein.
Ich bin immernoch das kleine, pummelige, aggressive, missverstandene, ängstliche Mädchen das Angst hat und sich verstecken will.
Nur mit dem Unterschied das ich diesmal jemanden dabei habe der mich beschützt.
Eine junge Frau mit lauter Stimme, Selbstbewusstsein und geradem Rücken.
Sie zieht mich aus der Ecke raus und stemmt die Hände in die Hüften während sie auf die bösen Menschen hinunterblickt und mich aufmunternd anlächelt.
Mich selbst.
Samstag, 18. August 2012
Zukunftsängste, Suizid, Druck - Der Druck der Mutter auf die Tochter
Heute ist ein schrecklicher Tag. Eigentlich waren alle letzten Tage schrecklich.
Ich habe erneut einen Ablehungsbescheid bekommen - mit einem 2,3 Abi. Lehramt. Als hätte ich wirklich geglaubt das ich das Glück haben könnte genommen zu werden. Die Hoffnung hatte ich. Und die ist gestorben. Wer kennt das nicht? Die heutige Suche nach dem Zukunftsweg ist unendlich und alles andere als unbeschwerlich... Wem das zufliegt der hat verdammt Glück, denn es liegt heute nicht mehr nur an guten Noten ob Du das wirst, oder vielmehr werden kannst, was Du auch werden willst. Nach dem Abi haben viele ein Stimmungstief, das konnte ich erst glauben als ich es selbst erfahren musste.
Um nicht zu weit abzudriften: Ich weiß was ich will ( und damit bin ich einen Schritt weiter als viele andere... ), wenn auch noch nicht lange, habe aber anscheinend nicht die Qualifikation das auch zu erreichen.
Alles andere kommt für mich nur Bedingt in frage... Weil ich eben nichts anderes kann als das was ich machen will. So dumm das klingt. Ich habe mich in den letzten Monaten an zwei Schauspielschulen beworben, an zwei Kunsthochschulen mit Mappen, jedes Jahr an der UNI für einen Studiengang und bin wie schon erwähnt nur bei einem zugelassen worden der mich nicht weiterbringt, den ich aber nun löchrig besuche um nicht wieder in die Arbeitslosigkeit abzurutschen. Nun muss man wissen das ich enormen Druck ausgesetzt bin... Meine Mutter. Sie ist kompetent, intelligent und meiner Meinung nach beruflich erfolgreich.
Doch sie zahlt wirklich nicht gerne Unterhalt, und das muss sie neben meinem Bafög leider staatlich gesehen.
Doch das passt ihr nicht. Sie hat erst argumentiert das ich zu alt werde und endlich was machen soll ( zwei Wochen nach dem Abi... ). Dann habe ich 1 1/2 Jahre den Kontakt abgebrochen, weil sie mich so unter Druck setzte. Nachdem ich wieder auf sie zukam, und da gerade wegen eines Unfalls in die Arbeitslosigkeit gerutscht war, habe ich mich dann auf diesen Studiengang beworben und wurde genommen. Das war dann auch erstmal zwei Wochen ganz nett für sie, doch dann kam das ich kein eigenes Geld verdiene und das sie nicht ewig für mich zahlen könne. Streit Streit Streit... In dem ich mich so gut wie garnicht verteidigen kann weil ich ja eh immer Unrecht habe, bzw. mir nicht zugehört wird. Denn ich mache das generell absichtlich aus Bequemlichkeit das ich mich von meinen Eltern finanzieren lasse ohne selbst zu schuften. Also habe ich trotz massiver psychischer Probleme einen Nebenjob gesucht und gefunden. Ich habe fast jeden Tag 12 Stunden gearbeitet, zeitweise 6 Tage hintereinander, um bloß viel Geld ranzuholen. Da ich spekuliert hatte einen Therapieplatz zu bekommen und dann aber doch ein halbes Jahr warten musste hatte ich nur einen Kurs gewählt den ich nie besuchte, um "Präsenz" zu zeigen an der Uni, aber auch zur Therapie gehen zu können.
Daher konnte ich statt der Therapie alles mit Arbeitszeit füllen. Während andere ihre Semesterferien und das gute Wetter genossen stand ich 12 Stunden an einem Außenstand und verkaufte.
Ich will kein Mitleid, denn das machen viele Menschen - und ich habe es genossen mal zu etwas Nütze zu sein: Aber meine Mutter war wieder nicht zufrieden. Diesmal war es das Problem das ich arbeitete und das Studium nicht mehr verfolgte. Ich konnte es ihr nicht Recht machen. Wenn ich studierte sollte ich arbeiten, wenn ich arbeitete sollte ich studieren. Kurz um führt das dazu das nicht ich das Problem bin sondern das es das Geld ist was sie für mich zahlen muss und was sie dann nicht mehr hat. Sie betont zwar das sie für "etwas Sinnvolles" gerne finanzielle Unterstützung leisten würde... Aber es ist doch sinnvoll zu studieren? Sich zu bewerben? Am Anfang habe ich mein Studium ernst genommen und es hat ihr auch nicht gepasst. Heute hat sie rausgekriegt das ich in meinem Wunschstudiengang II ( Alias Plan B ) nicht genommen wurde. Und sie hat das Gleiche erzählt wie schon vor Monaten.. Das sie nicht ewig für mich zahlen kann. Ihr glaubt nicht wie sehr mich das runterzieht. Ich weiß das ich älter werde. Ich komme mir nutzlos vor und wie ein Versager... Aber muss meine Mutter da wirklich immer drauf rumtrampeln obwohl sie weiß das ich mir dessen bewusst bin? Sie sieht nur die Ergebnisse. Der Weg interessiert sie nicht, das muss alles schnell gehen. Immer muss alles schnell gehen. Deswegen hat sie sich auch beim Umzug ne Glasplatte in den Fuß gerammt, weil sie den Tisch in einem Stück alleine tragen wollte anstatt zweimal zu gehen und die Einzelteile zu tragen.
Ich hatte eben wieder das Verlangen aufs Gaspedal zu drücken und einfach immer schneller zu fahren.
Und dann irgendwo gegen zu fahren in der Hoffnung durch den Aufprall möglichst schnell zu sterben.
Sonst habe ich das bei einfahrenden Zügen. Oder bei Fenstern. Eine Art Sog der mich rauszieht. Ich überlege in Sekunden und habe dann immer einen leichten Schwenk zu springen. Im letzten Moment wenn ich mich entscheiden muss sage ich mir immer wieder HÖR AUF DAMIT DAS IST DUMM.
Und bis jetzt hat das auch immer geklappt.
Nur weil Du noch keinen missglückten Suizidversuch hattest heißt es nicht das Du nicht suizidgefährdet bist.
Die frühen Zeichen zu erkennen schafft nicht jeder und sich zu überwinden zuzugeben auch nicht. Man will nicht selbstmitleidig sein, aber man kann auch nicht abstreiten das es einem schlecht geht. Man malt sich hochdramatisch aus wie es wäre zu sterben und sieht sich aus den Augen eines anderen tot und blutend am Boden liegen. Und das merkwürdige daran ist das es einem Zufriedenheit verschafft wenn man dann denkt JA DA IST DIR DANN BESTIMMT EGAL DAS DU ZAHLEN MUSSTEST.
Denn wenn die Menschen sterben und einfach weg sind wird man auf einmal immer ganz einsichtig und minimalistisch. Man redet viel und in großen Tönen, viele nutzen das dann immernoch um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Es gibt Menschen die wirklich trauern. Und Menschen die das gerne tun weil sie dann einen Grund haben zu sagen das es Ihnen schlecht geht, das sie Urlaub brauchen, eine Therapie und Nachsicht von den Umstehenden. Ich rede wirklich von speziellen Fällen, die übertherapiert sind, sich selbst Jahre lang therapiert haben und viele Ratgeber mit dem Namen "Sag Nein! Du darfst das!" und "Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben - Gesunden Egoismus erlernen!" gelesen haben.
Alles ist im Überfluss irgendwann nicht mehr heilsam. Egozentrik ist was anderes als Egoismus. Und wenn man nicht aufpasst und ab und zu auch mal zurückrudert, ein gesundes Mittelmaß findet, dann wird man schnell egozentrisch weil man sich sagt "Ich habe immer alles gemacht was die von mir wollten. Ich muss nicht mehr Ja sagen. Ich bin wichtig.". Manchmal muss man Ja sagen. Manchmal muss man nachgeben. Manchmal muss man hinten an stehen. Oh ja, leben ist schwierig.
Nachdem ich abermals ganz egoistisch rausschreien wollte wie schlecht es mir geht und meinem besten Freund am liebsten die Ohren vollgeheult hätte habe ich entschieden das es besser ist das hier zu schreiben. Schreiben ist Balsam und manchmal vollkommen ausreichend.
Und mein bester Freund hat gerade Spaß bei einer Wasserschlacht, da möchte ich ihn nicht mit meinem Käse beunruhigen, langweilen, abschrecken. Das meine ich ernst. Ich freue mich wirklich wenn es meinen Freunden gut geht, vorallem denen den es sonst auch nicht sehr gut geht. Es beruhigt mich und macht mich froh das sie ihre Freude mit mir teilen wollen. Und ich höre generell lieber fröhlich lachende Freunde den Tagesablauf schildern als betrübte grübelnde, die meinem ständig widerkehrenden Problemen lauschen.
Nachdem ich nun ein wenig Wut aus meinem Bauch geschrieben habe geht es mir besser.
Ich weiß das sich alles ändern wird. Ich weiß zum Beispiel, auch wenn das sehr hart klingt und so nicht gemeint ist, dass meine Mutter irgendwann meine Hilfe brauchen wird und das sie irgendwann sterben wird.
Daran denke ich manchmal. Irgendwann wird sie dankbar sein das es mich gibt. Wahrscheinlich wird sie immernoch rumzicken, meine Oma war auch nicht anders. Aber es gibt diesen finalen Moment vor dem Tod an dem sich alle entschuldigen und besonders lieb zueinander sind. Bitte versteht mich nicht falsch, ich beziehe das jetzt wirklich nur auf mein Problem, nicht auf die Allgemeinheit. Ich bin einfach ehrlich was ich gerade denke: Dieser Moment, wenn er denn kommt, wird offenbaren was hinter ihrer Fassade steckt. Ich kenne schon vieles von ihr weil sie damit sehr offen ist - aber ein kleiner Funken ist da den sie immer wieder versteckt. Als sie mich und meine Schwester damals betrunken angegriffen hat und ich daraufhin ausgezogen bin hat sie hinterher ein Mördergewissen gehabt und das auch immer erzählt. Als ich sie aus einer brennenden Wohnung gezogen habe, mit 12 Jahren, da hat sie hinterher das Leben gelobt und an Engel geglaubt.
Doch immer wieder kam eine Mauer zum Vorschein die sie schnell wieder vorschiebt weils ja schnell weitergehen muss. Burn Out, Arbeiten, zuviel arbeiten, Urlaub machen, Burn Out. So in etwa ist die Statistik ihres Lebens. Sorry wenn das hart klingt, aber es ist eben Wut die gerade aus mir spricht.
Ich liebe sie, aber sie verletzt mich oft und erst wenn Leben in Gefahr sind wird sie zahm und einsichtig.
Diesen Menschen würde ich gerne ohne Gewalteinwirkung öfter sehen. Den entspannten, der nicht alles auf die Goldschale legt und mit Zuckerwatte gegen Diamanten abwägt.
Und dieser Mensch kommt bei uns allen auf dem Sterbebett zum Vorschein.
Der wahre Mensch der wir sind. Den wir über das Kindesalter hinaus zu verstecken lernen um uns anzupassen. Im Alter wird jeder zum wieder zum Kind. Das stimmt. Und dieser Moment ist es auf den ich manchmal baue. Und der mich davon abhält wegen IHR mein Leben zu beenden. Was irgendwie auch melodramatisch wäre. Es geht ja schließlich um MICH. UPS! Egoismus! Egozentrik! Scheiß drauf, in diesem Moment entscheide ich mich für den Seelenbalsam fürs Ego. Sonst fahre ich gleich wieder mit dem Auto los.
Ich habe erneut einen Ablehungsbescheid bekommen - mit einem 2,3 Abi. Lehramt. Als hätte ich wirklich geglaubt das ich das Glück haben könnte genommen zu werden. Die Hoffnung hatte ich. Und die ist gestorben. Wer kennt das nicht? Die heutige Suche nach dem Zukunftsweg ist unendlich und alles andere als unbeschwerlich... Wem das zufliegt der hat verdammt Glück, denn es liegt heute nicht mehr nur an guten Noten ob Du das wirst, oder vielmehr werden kannst, was Du auch werden willst. Nach dem Abi haben viele ein Stimmungstief, das konnte ich erst glauben als ich es selbst erfahren musste.
Um nicht zu weit abzudriften: Ich weiß was ich will ( und damit bin ich einen Schritt weiter als viele andere... ), wenn auch noch nicht lange, habe aber anscheinend nicht die Qualifikation das auch zu erreichen.
Alles andere kommt für mich nur Bedingt in frage... Weil ich eben nichts anderes kann als das was ich machen will. So dumm das klingt. Ich habe mich in den letzten Monaten an zwei Schauspielschulen beworben, an zwei Kunsthochschulen mit Mappen, jedes Jahr an der UNI für einen Studiengang und bin wie schon erwähnt nur bei einem zugelassen worden der mich nicht weiterbringt, den ich aber nun löchrig besuche um nicht wieder in die Arbeitslosigkeit abzurutschen. Nun muss man wissen das ich enormen Druck ausgesetzt bin... Meine Mutter. Sie ist kompetent, intelligent und meiner Meinung nach beruflich erfolgreich.
Doch sie zahlt wirklich nicht gerne Unterhalt, und das muss sie neben meinem Bafög leider staatlich gesehen.
Doch das passt ihr nicht. Sie hat erst argumentiert das ich zu alt werde und endlich was machen soll ( zwei Wochen nach dem Abi... ). Dann habe ich 1 1/2 Jahre den Kontakt abgebrochen, weil sie mich so unter Druck setzte. Nachdem ich wieder auf sie zukam, und da gerade wegen eines Unfalls in die Arbeitslosigkeit gerutscht war, habe ich mich dann auf diesen Studiengang beworben und wurde genommen. Das war dann auch erstmal zwei Wochen ganz nett für sie, doch dann kam das ich kein eigenes Geld verdiene und das sie nicht ewig für mich zahlen könne. Streit Streit Streit... In dem ich mich so gut wie garnicht verteidigen kann weil ich ja eh immer Unrecht habe, bzw. mir nicht zugehört wird. Denn ich mache das generell absichtlich aus Bequemlichkeit das ich mich von meinen Eltern finanzieren lasse ohne selbst zu schuften. Also habe ich trotz massiver psychischer Probleme einen Nebenjob gesucht und gefunden. Ich habe fast jeden Tag 12 Stunden gearbeitet, zeitweise 6 Tage hintereinander, um bloß viel Geld ranzuholen. Da ich spekuliert hatte einen Therapieplatz zu bekommen und dann aber doch ein halbes Jahr warten musste hatte ich nur einen Kurs gewählt den ich nie besuchte, um "Präsenz" zu zeigen an der Uni, aber auch zur Therapie gehen zu können.
Daher konnte ich statt der Therapie alles mit Arbeitszeit füllen. Während andere ihre Semesterferien und das gute Wetter genossen stand ich 12 Stunden an einem Außenstand und verkaufte.
Ich will kein Mitleid, denn das machen viele Menschen - und ich habe es genossen mal zu etwas Nütze zu sein: Aber meine Mutter war wieder nicht zufrieden. Diesmal war es das Problem das ich arbeitete und das Studium nicht mehr verfolgte. Ich konnte es ihr nicht Recht machen. Wenn ich studierte sollte ich arbeiten, wenn ich arbeitete sollte ich studieren. Kurz um führt das dazu das nicht ich das Problem bin sondern das es das Geld ist was sie für mich zahlen muss und was sie dann nicht mehr hat. Sie betont zwar das sie für "etwas Sinnvolles" gerne finanzielle Unterstützung leisten würde... Aber es ist doch sinnvoll zu studieren? Sich zu bewerben? Am Anfang habe ich mein Studium ernst genommen und es hat ihr auch nicht gepasst. Heute hat sie rausgekriegt das ich in meinem Wunschstudiengang II ( Alias Plan B ) nicht genommen wurde. Und sie hat das Gleiche erzählt wie schon vor Monaten.. Das sie nicht ewig für mich zahlen kann. Ihr glaubt nicht wie sehr mich das runterzieht. Ich weiß das ich älter werde. Ich komme mir nutzlos vor und wie ein Versager... Aber muss meine Mutter da wirklich immer drauf rumtrampeln obwohl sie weiß das ich mir dessen bewusst bin? Sie sieht nur die Ergebnisse. Der Weg interessiert sie nicht, das muss alles schnell gehen. Immer muss alles schnell gehen. Deswegen hat sie sich auch beim Umzug ne Glasplatte in den Fuß gerammt, weil sie den Tisch in einem Stück alleine tragen wollte anstatt zweimal zu gehen und die Einzelteile zu tragen.
Ich hatte eben wieder das Verlangen aufs Gaspedal zu drücken und einfach immer schneller zu fahren.
Und dann irgendwo gegen zu fahren in der Hoffnung durch den Aufprall möglichst schnell zu sterben.
Sonst habe ich das bei einfahrenden Zügen. Oder bei Fenstern. Eine Art Sog der mich rauszieht. Ich überlege in Sekunden und habe dann immer einen leichten Schwenk zu springen. Im letzten Moment wenn ich mich entscheiden muss sage ich mir immer wieder HÖR AUF DAMIT DAS IST DUMM.
Und bis jetzt hat das auch immer geklappt.
Nur weil Du noch keinen missglückten Suizidversuch hattest heißt es nicht das Du nicht suizidgefährdet bist.
Die frühen Zeichen zu erkennen schafft nicht jeder und sich zu überwinden zuzugeben auch nicht. Man will nicht selbstmitleidig sein, aber man kann auch nicht abstreiten das es einem schlecht geht. Man malt sich hochdramatisch aus wie es wäre zu sterben und sieht sich aus den Augen eines anderen tot und blutend am Boden liegen. Und das merkwürdige daran ist das es einem Zufriedenheit verschafft wenn man dann denkt JA DA IST DIR DANN BESTIMMT EGAL DAS DU ZAHLEN MUSSTEST.
Denn wenn die Menschen sterben und einfach weg sind wird man auf einmal immer ganz einsichtig und minimalistisch. Man redet viel und in großen Tönen, viele nutzen das dann immernoch um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Es gibt Menschen die wirklich trauern. Und Menschen die das gerne tun weil sie dann einen Grund haben zu sagen das es Ihnen schlecht geht, das sie Urlaub brauchen, eine Therapie und Nachsicht von den Umstehenden. Ich rede wirklich von speziellen Fällen, die übertherapiert sind, sich selbst Jahre lang therapiert haben und viele Ratgeber mit dem Namen "Sag Nein! Du darfst das!" und "Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben - Gesunden Egoismus erlernen!" gelesen haben.
Alles ist im Überfluss irgendwann nicht mehr heilsam. Egozentrik ist was anderes als Egoismus. Und wenn man nicht aufpasst und ab und zu auch mal zurückrudert, ein gesundes Mittelmaß findet, dann wird man schnell egozentrisch weil man sich sagt "Ich habe immer alles gemacht was die von mir wollten. Ich muss nicht mehr Ja sagen. Ich bin wichtig.". Manchmal muss man Ja sagen. Manchmal muss man nachgeben. Manchmal muss man hinten an stehen. Oh ja, leben ist schwierig.
Nachdem ich abermals ganz egoistisch rausschreien wollte wie schlecht es mir geht und meinem besten Freund am liebsten die Ohren vollgeheult hätte habe ich entschieden das es besser ist das hier zu schreiben. Schreiben ist Balsam und manchmal vollkommen ausreichend.
Und mein bester Freund hat gerade Spaß bei einer Wasserschlacht, da möchte ich ihn nicht mit meinem Käse beunruhigen, langweilen, abschrecken. Das meine ich ernst. Ich freue mich wirklich wenn es meinen Freunden gut geht, vorallem denen den es sonst auch nicht sehr gut geht. Es beruhigt mich und macht mich froh das sie ihre Freude mit mir teilen wollen. Und ich höre generell lieber fröhlich lachende Freunde den Tagesablauf schildern als betrübte grübelnde, die meinem ständig widerkehrenden Problemen lauschen.
Nachdem ich nun ein wenig Wut aus meinem Bauch geschrieben habe geht es mir besser.
Ich weiß das sich alles ändern wird. Ich weiß zum Beispiel, auch wenn das sehr hart klingt und so nicht gemeint ist, dass meine Mutter irgendwann meine Hilfe brauchen wird und das sie irgendwann sterben wird.
Daran denke ich manchmal. Irgendwann wird sie dankbar sein das es mich gibt. Wahrscheinlich wird sie immernoch rumzicken, meine Oma war auch nicht anders. Aber es gibt diesen finalen Moment vor dem Tod an dem sich alle entschuldigen und besonders lieb zueinander sind. Bitte versteht mich nicht falsch, ich beziehe das jetzt wirklich nur auf mein Problem, nicht auf die Allgemeinheit. Ich bin einfach ehrlich was ich gerade denke: Dieser Moment, wenn er denn kommt, wird offenbaren was hinter ihrer Fassade steckt. Ich kenne schon vieles von ihr weil sie damit sehr offen ist - aber ein kleiner Funken ist da den sie immer wieder versteckt. Als sie mich und meine Schwester damals betrunken angegriffen hat und ich daraufhin ausgezogen bin hat sie hinterher ein Mördergewissen gehabt und das auch immer erzählt. Als ich sie aus einer brennenden Wohnung gezogen habe, mit 12 Jahren, da hat sie hinterher das Leben gelobt und an Engel geglaubt.
Doch immer wieder kam eine Mauer zum Vorschein die sie schnell wieder vorschiebt weils ja schnell weitergehen muss. Burn Out, Arbeiten, zuviel arbeiten, Urlaub machen, Burn Out. So in etwa ist die Statistik ihres Lebens. Sorry wenn das hart klingt, aber es ist eben Wut die gerade aus mir spricht.
Ich liebe sie, aber sie verletzt mich oft und erst wenn Leben in Gefahr sind wird sie zahm und einsichtig.
Diesen Menschen würde ich gerne ohne Gewalteinwirkung öfter sehen. Den entspannten, der nicht alles auf die Goldschale legt und mit Zuckerwatte gegen Diamanten abwägt.
Und dieser Mensch kommt bei uns allen auf dem Sterbebett zum Vorschein.
Der wahre Mensch der wir sind. Den wir über das Kindesalter hinaus zu verstecken lernen um uns anzupassen. Im Alter wird jeder zum wieder zum Kind. Das stimmt. Und dieser Moment ist es auf den ich manchmal baue. Und der mich davon abhält wegen IHR mein Leben zu beenden. Was irgendwie auch melodramatisch wäre. Es geht ja schließlich um MICH. UPS! Egoismus! Egozentrik! Scheiß drauf, in diesem Moment entscheide ich mich für den Seelenbalsam fürs Ego. Sonst fahre ich gleich wieder mit dem Auto los.
Donnerstag, 9. August 2012
"Harry-und-Sally" Syndrom - Verliebt in den besten Freund
Schon mal verliebt in den besten Freund gewesen? Oder in die beste Freundin? Ich frage mich wer nicht.
Das ist praktisch vorprogrammiert, obwohl ich gehört habe das es bei Männern eher passiert als bei Frauen.
Ich vermute das Frauen sich genauso oft verknallen, es nur nicht offen zugeben weil ihr Verstand ihnen sagt das das nicht ratsam ist. Beziehungsweise ein bester Freund einem mehr gibt als ein fester Freund.
Zumindest eben der aktuelle beste Freund. Ich weiß ja was ich meine.
Bei mir ist das so: Immer wenn ich einen besten Freund hatte ist irgendwann irgendwas "passiert".
Bester Freund 1: " Zu jung um wahr zu sein!" ( 3-5 Jahre )Herrje. Mein erster Kuss! HAHA zählt das überhaupt? Meine Mutter hat noch ein Foto von uns wie wir uns küssen, weil irgendein Erwachsener dachte das wäre jetzt besonders niedlich. Auf den anderen Fotos klammere ich mich immer an ihn ran. Ich gebe zu das diese Beziehung wohl von mir ausging und ich sie auch zum scheitern brachte.
Bester Freund 2: "Handzahm" ( 6-14 Jahre ):
In der Grundschule war mein bester Freund in mich verschossen... Das hat jeder gemerkt nur ich nicht ( ich würde es auch keinem 6 Jährigen Mädchen vorhalten wenn sie das noch nicht so ganz versteht... ).
Und als der Kontakt nach der Grundschule abbrach und ich ihn mit 14 wieder traf kamen seine alten Gefühle tatsächlich wieder hoch! Wir haben in einem Bett gepennt, zusammen Konsolenspiele gezockt, Dinge gemacht für die man uns zu alt hielt. Bei all dem, ich schwöre es hoch und feierlich, habe ich mir nichts gedacht. Ich hatte meine "Jungenphase", d.h. das ich nicht sehr feminin aussah, Baggy-Hosen trug und mich daneben benahm ohne Ende. ;) Zudem habe ich ab 14 für mich beschlossen das ich sowieso niemals nen Freund haben werde weil ich hässlich bin und mich niemand will. Das kann man heute noch in meinen Tagebüchern nachlesen. Auf jeden Fall war er wieder wie damals, hat mich beschützt und war auch ein kleiner Proll, aber in meiner Gegenwart immer betont zahm und niedlich.
Einmal, als ich bei ihm geschlafen habe, natürlich in nem Hochbett mit ihm zusammen, da hat er mich nachts aufgefordert mit ihm Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Ich hab echt nichts Versautes gedacht, ich fand das Spiel einfach nur dämlich und habe mich drauf eingelassen weil er darauf bestanden hat.
Also sagt er zu mir wir spielen solange bis ich ihm die richtige Frage gestellt habe.
Und irgendwie kam es mir da in den Sinn. Sein süßlich, verliebter Unterton hat mich vielleicht damals auf die richtige Spur gebracht, wohl gemerkt nach gut insgesamt 8 Jahren... Da hab ichs dann auch mal gecheckt.
,, Bist Du in mich verknallt?", hab ich gefragt. Er hat nichts gesagt und war dermaßen eingeschüchtert auf einmal. Dann hat er zögerlich ein JA gehustet und ist dann auf die Toilette gerannt. Ich lag da oben und fühlte mich mies.Weil ich das nicht so empfand. Und weil ich mit einem großen, starken Jungbullen in einem Hochbett lag und nicht wegkam.
Naja. Es ist nichts passiert, nur das ich mir das Wochen später anders überlegte und dann doch entschied das er ja perfekt zu mir passte - da hat er dann aber alles abgestritten und als ich ihm nen Kuss geben wollte ist er fast nach hinten über gefallen. Soviel dazu.
Bester Freund 3 - "Egozentrischer Pubertierling"( 14-15 Jahre):
Oh man. Das war wirklich eine beschissene Geschichte. Aber auch sehr amüsant! Meine Freundinnen lachen sich immer schlapp darüber und finden sie gleichzeitig romantisch - weil ich zwischendurch meinen langjährigen Freund kennenlernte ( nun Exfreund, aber das ist wohl ein Kapitel für sich! ).
Meinen Besten Freund in der Hochpubertät lernte ich auf einem Weihnachtsquiz kennen. Er hatte mir imponiert weil er widerlich schlau war und alle Fragen beantworten konnte - zum Glück war er in meinem Team. Das wir uns anfreundeten ging schnell, 2003 ging dann auch schon vorüber. Hier muss ich sagen das er 2 Jahre jünger war als ich, was mit 15 und 13 enorm ist.
Auf jeden Fall fingen wir gemeinsam an Alkohol zu trinken, mit dem anderen Geschlecht rumzumachen, zu rauchen, unseren Müttern das Leben zur Hölle zu machen. Das verbindet wahrscheinlich. Ich für meinen Teil muss hier das Klischee durchbrechen das das Verliebtsein von besten Freunden von den Männern ausgeht. Ich hatte geglaubt mich in ihn zu verlieben. Während er eine Freundin hatte und ich immernoch der Meinung war das das eh nie was wird bei mir, dennoch aber mit einigen Jungs rummachte weil man das ja machen muss, wurden wir immer enger und machten alles zusammen, und das sollte dann bald auch wirklich ALLES werden.
Im April 2004 hatte ich mein erstes Mal. Oh ja. Mit meinem besten Freund. Und wir waren stinkbetrunken. Meine Mutter war grade nicht da und wir hatten uns den Ouzo ausm Kühlschrank reingeknallt,dazu noch Wein und ich weiß nicht was. Es war eigentlich eher scheiße. Aber das ich betrunken war hat wahrscheinlich einige Peinlichkeiten erstickt. Und dann bin ich an dem Abend noch in Ohnmacht gefallen wegen dem ganzen Stress. Hola! Um das nicht so auszuschmücken, ich denke jeder kennt diese schmuddeligen Teeniegeschichten: Wir haben es dann immer mal wieder getan. Und ich dachte das es Liebe ist. Aber nach außen hin hat er nicht zu mir gestanden als Partnerin, das war wie ein Geheimnis über das wir niemals redeten. Im Nachhinein muss ich sagen wurde ich benutzt, wie eine Puppe. Immer und immer wieder. Und mir wird schlecht wenn ich daran denke das ich das damals mit mir habe machen lassen.
Dann sind wir mit unserer Jugendgruppe nach Dänemark für zwei Wochen. Da habe ich dann einen 18Jährigen ( uh wie alt! ;) ) kennengelernt. Der war ganz anders. Er hat mir zugehört, das tat bis zu diesem Zeitpunkt weder meine Familie noch meine Freunde. Er war einfach da. Er strahlte irgendetwas aus. Er war perfekt in meinen Augen... Aber ich malte mir keine großen Chancen aus. Wichtig daran ist das ich begriff wie es sich anfühlt wirklich verliebt zu sein. Und vorallem wenn dein gegenüber das auch ist. Mein bester Freund hatte das gerochen. Er merkte ziemlich schnell das da seine Fickbeziehung drohte zu verschwinden. Und hat mir den Urlaub zur Hölle gemacht. Er hat mich rumkommandiert, mich schlecht behandelt, mich an sich gekettet als wäre er meine böse Stiefmutter, jeden Moment den ich mit dem 18Jährigen verbrachte zerstört indem er dabei war... Ja, ihr Lieben. Eifersucht machte sich bei ihm breit. Das zeigte im Nachhinein wieder das Phänomen Harry und Sally. Er war in mich verliebt. Und er konnte es von dem Zeitpunkt an nicht mehr verbergen als er bei einem Zweierstrandspaziergang zwischen meinem Crush und mir immer hinter den Dünen auftauchte und rüberschmuhlte. Irgendwann wütend zu mir kam und mich wegzog. Tja. Die Freundschaft war schneller beendet als die meisten heutigen Liebesbeziehungen.
Nach diesem Erlebnis spielte ich sein Spielchen nicht mehr mit. Nach dem Urlaub brach ich den Kontakt ab. Ich suchte Kontakt zu meinem Exfreund und verliebte mich unsterblich, aber glücklich.
Mein bester Freund weinte mir zwei Jahre hinterher, erzählte all unseren Freunden wie dumm er doch war und das er mich lieben würde und mich wieder haben will. Keine sehr glückliche Harry Sally Geschichte. Aber eine für mein Leben sehr prägende und wichtige.
Bester Freund 4 - " Eine erwachsene Freundschaft mit wildem Ende" ( 19-21 Jahre ):
Das ist schon Harry und Sally sehr nahe. Das typische Männer Frauen Ding. Wir hatten die selben Interessen, waren musikalisch und liebten Disneyfilme. Er war anders als die anderen, ich war es auch.
Beide mit einem großen Spektrum an sexuellen Weisheiten und Probierfreudigkeit. Ich würde behaupten wir waren die Aufgeklärtesten in unserer Stufe und hätten mit unserer Offenheit beide Sexualtherapeuten werden können. Zwischen uns herrschte immer eine leichte Spannung, wir fanden uns offensichtlich anziehend und machten daraus auch kein Geheimnis. Ein Jahr bevor ich mich von meinem Freund trennte ( Ja wir waren 6 Jahre zusammen! ) bemerkte ich auf einmal was er mir alles gab, und was mein Freund mir nicht geben konnte. Ich bemerkte das ich meiner Beziehung entwachsen war. Und seitdem hegte ich innerlich den geheimen Wunsch irgendwann, wenn ich mal solo wäre, unbedingt Sex mit ihm haben zu müssen.
Als ich mich trennte vergingen gerade Mal zwei Monate. Dann passierte das was unvermeidlich gewesen war - und ich kann nicht leugnen das es wunderbar war, für beide. Leider waren wir ziemlich betrunken. Naja. Trotzdem wars super. Und keiner hatte irgendein schlechtes Gefühl. Als wir einige Tage später zusammen in einem Restaurant waren und darüber redeten lachten wir uns schlapp über das was wir gemacht hatten, es war erfrischend ehrlich weil wir beide gerade erst solo waren. Wir entschieden das es schön war, wenn wir auch gerne nüchtern gewesen wären. Dann hat er seine neue Freundin kennengelernt, mit der er dann schnell in Baby machte. Bumms aus. Er zog woanders hin und nun hören wir so gut wie garnicht voneinander - ich glaube ich habe ihn das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen. In dem Restaurant. Aber es war trotzdem eine wunderbare, schnelllebige Freundschaft mit gewissem Vorzug. Und es ging diesmal von Beiden aus.
So! Das führt uns jetzt zum finalen Themenschwerpunkt:
Bester Freund 5 " Mein männliches Ich" ( seit ich 22 bin ):
Ich lernte ihn in einer Maßnahme kennen, wir konnten schon ab dem ersten Tag miteinander und ich stellte erstaunt und verängstigt fest das es tatsächlich Leute gab die genauso beknackt waren wie ich. Er könnte mein Zwilling sein, wäre er nicht fast drei Jahre jünger.
Auf jeden Fall halfen wir uns gegenseitig dieses Jahr zu überbrücken, immerhin sahen wir uns jeden Tag und mussten 8 Stunden rumkriegen mit nicht viel mehr als gammeln und n bisschen was malen.
In diesem Jahr haben wir unglaublich viel erlebt. Ja, in der gammeligen Maßnahme. Wo Leute Langeweile haben tobt der Bär!
"Leider" merkte ich nun nach ein paar Monaten das ich mich verliebte. Und ich rede von der zweiten großen Liebe, also keiner Flirterei. Das machte mir Bauchschmerzen weil ich das Procedere schon kannte.
Und wusste das das in 99% der Fälle in einer "Trennung" endet.
Ich denke das fast immer vorkommen kann das man seinen besten Freund küsst - mein Gott da muss man auch verklemmt sein wenn einen das groß überrascht - aber wenn man wirklich richtig liebt dann ist das Nebensache. Ich wurde immer unglücklicher und hatte enorme Angst das er einfach weg wäre wenn ich ehrlich sein würde, andererseits war es gegenüber allen Beteiligten das fairste was man machen konnte.
Ich brauchte gut und gerne zwei Monate um ihm das zu stecken. Eigentlich wollte ich das persönlich machen, aber ich traute mich nicht. Dann hab ich mir ein Herz gefasst und es ihm am Telefon erzählt. Ich war super ehrlich, habe auch darüber geredet das ich weiß das das kompliziert ist und das ich niemals wollte das es so weit kommt, ich hatte versucht das auszublenden und zu verleugnen.
Tja. Und er brauchte ne Zeit das zu akzeptieren. Und er hat hin und her überlegt. Und weil ich weiß das er so ist wie ich weiß ich auch das er die gleichen Ängste hatte. Wir sind uns zu wichtig als das wir das Risiko eingehen würden das das alles schnell wieder vorbei ist und man dann einen anderen Status zueinander hat.
Als besten Freund steht man 100 % anders zueinander, ich bin auch der Meinung das man sich viel mehr gibt. Es sei denn man verliebt sich ohne großartig befreundet gewesen zu sein, das wäre dann eine andere Basis. Aber mit der Basis einer guten Freundschaft... Da habe ich auch schon einige auf die Schnauze fallen sehen. Da wurde aus langjähriger Grundschulfreundschaft eine Beziehung. Die hielt dann ein Jahr, und dann reichte das nicht mehr und war komisch. Und dann keinen Kontakt mehr. Bumms aus. Daher die Angst vor der Beziehung mit dem besten Freund. Auch im Harry und Sally Film dargestellt, oder zumindest umrissen.
Als er damit klar kam, und überlegte ob mans versuchen sollte oder nicht, haben wir beide beschlossen das wir Angst haben und das vorerst lassen und so weiterlaufen lassen wie es ist. Ich meinte das man das eh nicht planen kann, und wenn da irgendwas passieren will dann muss es halt so kommen. Wir geben uns einfach mehr als Freunde. Und ich glaube das man sich sowieso lieben sollte um eine gute Freundschaft zu haben. Sex macht alles entweder sehr einfach oder kompliziert, wenn man eine Affäre hat weiß jeder woran er ist, wenn man mit seinem besten Freund schläft kann einen das schnell unglücklich machen wie ich an meinen Beispielen belegt habe. Ich will nicht leugnen das ich am Anfang darunter gelitten habe, ich bin schließlich diejenige die sich entblößt hat und die schwächere ist in der ganzen Beziehung. Aber jetzt komme ich damit klar. Ich bin erschreckend ehrlich zu ihm. Das hat die ganze Freundschaft so gefestigt das wir zusammen ziehen und uns eigentlich alles erzählen können.Ich habe bei meiner Mutter zum Beispiel an einem Beispiel gesehen das es klappen kann mit der besten Freundschaft nach einem Techtelmechtel. Sie hat mir ihrem jetzigen Busenfreund geschlafen, der einiges jünger ist, und nun haben sie beschlossen das es nicht geht und sind einfach beste Freunde. Sie haben aus der ganzen Sache nur Gewinn holen können.
Bei mir weiß ich allerdings nicht ob das so erwachsen ablaufen kann.
Ich weiß das ich ihn liebe, und "leider" hat sich mein dummes Herz diesen Mann als "Zweite große Liebe" ausgesucht. Manchmal muss ich mich sehr zurückhalten wenn ich überschwappe vor lauter Träumerei, aber er kommt darauf ungemein gut klar, denke ich zumindest. Und falls jetzt einer denkt das es wieder in Ausnutzen und Sonnenbaden enden könnte: Lies nochmal die Geschichte über Bester Freund 3, dann weißt Du das mir das nicht nochmal passiert ;). Bevor ich unglücklich werde sprech ich das an. Und ich weiß das ich ihm zu wichtig bin als das er das ausnutzt. Er hätte es schon längst ausnutzen können, und das hat er nicht gemacht. Und das ist wunderbar. Harry und Sally sind nach Jahren dann doch ein Paar geworden.
Und ob das bei mir auch so sein wird weiß ich nicht, es stinkt mich nur an das ich mich nicht auf andere Kerle einlassen will oder kann. Vielleicht würde das einiges erleichtern. Aber letztlich muss ich sagen das da wirklich zu viel ist um über andere nachzudenken. Beiderseits. Und deshalb lass ich das offen und erfreue mich am hier und jetzt.
Männer und Frauen können befreundet sein? Frauen sagen da meistens Ja und Männer sagen Nein.
Wir sagen garnichts dazu. Weil Statistiken manchmal fürn Arsch sind.
Wir sollten alle wohl mehr im Hier und Jetzt leben und nicht immer über alles grübeln und nachdenken. Das anzustreben ist wirklich erstrebenswert denke ich. Aber es ist sehr sehr schwierig.
Das ist praktisch vorprogrammiert, obwohl ich gehört habe das es bei Männern eher passiert als bei Frauen.
Ich vermute das Frauen sich genauso oft verknallen, es nur nicht offen zugeben weil ihr Verstand ihnen sagt das das nicht ratsam ist. Beziehungsweise ein bester Freund einem mehr gibt als ein fester Freund.
Zumindest eben der aktuelle beste Freund. Ich weiß ja was ich meine.
Bei mir ist das so: Immer wenn ich einen besten Freund hatte ist irgendwann irgendwas "passiert".
Bester Freund 1: " Zu jung um wahr zu sein!" ( 3-5 Jahre )Herrje. Mein erster Kuss! HAHA zählt das überhaupt? Meine Mutter hat noch ein Foto von uns wie wir uns küssen, weil irgendein Erwachsener dachte das wäre jetzt besonders niedlich. Auf den anderen Fotos klammere ich mich immer an ihn ran. Ich gebe zu das diese Beziehung wohl von mir ausging und ich sie auch zum scheitern brachte.
Bester Freund 2: "Handzahm" ( 6-14 Jahre ):
In der Grundschule war mein bester Freund in mich verschossen... Das hat jeder gemerkt nur ich nicht ( ich würde es auch keinem 6 Jährigen Mädchen vorhalten wenn sie das noch nicht so ganz versteht... ).
Und als der Kontakt nach der Grundschule abbrach und ich ihn mit 14 wieder traf kamen seine alten Gefühle tatsächlich wieder hoch! Wir haben in einem Bett gepennt, zusammen Konsolenspiele gezockt, Dinge gemacht für die man uns zu alt hielt. Bei all dem, ich schwöre es hoch und feierlich, habe ich mir nichts gedacht. Ich hatte meine "Jungenphase", d.h. das ich nicht sehr feminin aussah, Baggy-Hosen trug und mich daneben benahm ohne Ende. ;) Zudem habe ich ab 14 für mich beschlossen das ich sowieso niemals nen Freund haben werde weil ich hässlich bin und mich niemand will. Das kann man heute noch in meinen Tagebüchern nachlesen. Auf jeden Fall war er wieder wie damals, hat mich beschützt und war auch ein kleiner Proll, aber in meiner Gegenwart immer betont zahm und niedlich.
Einmal, als ich bei ihm geschlafen habe, natürlich in nem Hochbett mit ihm zusammen, da hat er mich nachts aufgefordert mit ihm Wahrheit oder Pflicht zu spielen. Ich hab echt nichts Versautes gedacht, ich fand das Spiel einfach nur dämlich und habe mich drauf eingelassen weil er darauf bestanden hat.
Also sagt er zu mir wir spielen solange bis ich ihm die richtige Frage gestellt habe.
Und irgendwie kam es mir da in den Sinn. Sein süßlich, verliebter Unterton hat mich vielleicht damals auf die richtige Spur gebracht, wohl gemerkt nach gut insgesamt 8 Jahren... Da hab ichs dann auch mal gecheckt.
,, Bist Du in mich verknallt?", hab ich gefragt. Er hat nichts gesagt und war dermaßen eingeschüchtert auf einmal. Dann hat er zögerlich ein JA gehustet und ist dann auf die Toilette gerannt. Ich lag da oben und fühlte mich mies.Weil ich das nicht so empfand. Und weil ich mit einem großen, starken Jungbullen in einem Hochbett lag und nicht wegkam.
Naja. Es ist nichts passiert, nur das ich mir das Wochen später anders überlegte und dann doch entschied das er ja perfekt zu mir passte - da hat er dann aber alles abgestritten und als ich ihm nen Kuss geben wollte ist er fast nach hinten über gefallen. Soviel dazu.
Bester Freund 3 - "Egozentrischer Pubertierling"( 14-15 Jahre):
Oh man. Das war wirklich eine beschissene Geschichte. Aber auch sehr amüsant! Meine Freundinnen lachen sich immer schlapp darüber und finden sie gleichzeitig romantisch - weil ich zwischendurch meinen langjährigen Freund kennenlernte ( nun Exfreund, aber das ist wohl ein Kapitel für sich! ).
Meinen Besten Freund in der Hochpubertät lernte ich auf einem Weihnachtsquiz kennen. Er hatte mir imponiert weil er widerlich schlau war und alle Fragen beantworten konnte - zum Glück war er in meinem Team. Das wir uns anfreundeten ging schnell, 2003 ging dann auch schon vorüber. Hier muss ich sagen das er 2 Jahre jünger war als ich, was mit 15 und 13 enorm ist.
Auf jeden Fall fingen wir gemeinsam an Alkohol zu trinken, mit dem anderen Geschlecht rumzumachen, zu rauchen, unseren Müttern das Leben zur Hölle zu machen. Das verbindet wahrscheinlich. Ich für meinen Teil muss hier das Klischee durchbrechen das das Verliebtsein von besten Freunden von den Männern ausgeht. Ich hatte geglaubt mich in ihn zu verlieben. Während er eine Freundin hatte und ich immernoch der Meinung war das das eh nie was wird bei mir, dennoch aber mit einigen Jungs rummachte weil man das ja machen muss, wurden wir immer enger und machten alles zusammen, und das sollte dann bald auch wirklich ALLES werden.
Im April 2004 hatte ich mein erstes Mal. Oh ja. Mit meinem besten Freund. Und wir waren stinkbetrunken. Meine Mutter war grade nicht da und wir hatten uns den Ouzo ausm Kühlschrank reingeknallt,dazu noch Wein und ich weiß nicht was. Es war eigentlich eher scheiße. Aber das ich betrunken war hat wahrscheinlich einige Peinlichkeiten erstickt. Und dann bin ich an dem Abend noch in Ohnmacht gefallen wegen dem ganzen Stress. Hola! Um das nicht so auszuschmücken, ich denke jeder kennt diese schmuddeligen Teeniegeschichten: Wir haben es dann immer mal wieder getan. Und ich dachte das es Liebe ist. Aber nach außen hin hat er nicht zu mir gestanden als Partnerin, das war wie ein Geheimnis über das wir niemals redeten. Im Nachhinein muss ich sagen wurde ich benutzt, wie eine Puppe. Immer und immer wieder. Und mir wird schlecht wenn ich daran denke das ich das damals mit mir habe machen lassen.
Dann sind wir mit unserer Jugendgruppe nach Dänemark für zwei Wochen. Da habe ich dann einen 18Jährigen ( uh wie alt! ;) ) kennengelernt. Der war ganz anders. Er hat mir zugehört, das tat bis zu diesem Zeitpunkt weder meine Familie noch meine Freunde. Er war einfach da. Er strahlte irgendetwas aus. Er war perfekt in meinen Augen... Aber ich malte mir keine großen Chancen aus. Wichtig daran ist das ich begriff wie es sich anfühlt wirklich verliebt zu sein. Und vorallem wenn dein gegenüber das auch ist. Mein bester Freund hatte das gerochen. Er merkte ziemlich schnell das da seine Fickbeziehung drohte zu verschwinden. Und hat mir den Urlaub zur Hölle gemacht. Er hat mich rumkommandiert, mich schlecht behandelt, mich an sich gekettet als wäre er meine böse Stiefmutter, jeden Moment den ich mit dem 18Jährigen verbrachte zerstört indem er dabei war... Ja, ihr Lieben. Eifersucht machte sich bei ihm breit. Das zeigte im Nachhinein wieder das Phänomen Harry und Sally. Er war in mich verliebt. Und er konnte es von dem Zeitpunkt an nicht mehr verbergen als er bei einem Zweierstrandspaziergang zwischen meinem Crush und mir immer hinter den Dünen auftauchte und rüberschmuhlte. Irgendwann wütend zu mir kam und mich wegzog. Tja. Die Freundschaft war schneller beendet als die meisten heutigen Liebesbeziehungen.
Nach diesem Erlebnis spielte ich sein Spielchen nicht mehr mit. Nach dem Urlaub brach ich den Kontakt ab. Ich suchte Kontakt zu meinem Exfreund und verliebte mich unsterblich, aber glücklich.
Mein bester Freund weinte mir zwei Jahre hinterher, erzählte all unseren Freunden wie dumm er doch war und das er mich lieben würde und mich wieder haben will. Keine sehr glückliche Harry Sally Geschichte. Aber eine für mein Leben sehr prägende und wichtige.
Bester Freund 4 - " Eine erwachsene Freundschaft mit wildem Ende" ( 19-21 Jahre ):
Das ist schon Harry und Sally sehr nahe. Das typische Männer Frauen Ding. Wir hatten die selben Interessen, waren musikalisch und liebten Disneyfilme. Er war anders als die anderen, ich war es auch.
Beide mit einem großen Spektrum an sexuellen Weisheiten und Probierfreudigkeit. Ich würde behaupten wir waren die Aufgeklärtesten in unserer Stufe und hätten mit unserer Offenheit beide Sexualtherapeuten werden können. Zwischen uns herrschte immer eine leichte Spannung, wir fanden uns offensichtlich anziehend und machten daraus auch kein Geheimnis. Ein Jahr bevor ich mich von meinem Freund trennte ( Ja wir waren 6 Jahre zusammen! ) bemerkte ich auf einmal was er mir alles gab, und was mein Freund mir nicht geben konnte. Ich bemerkte das ich meiner Beziehung entwachsen war. Und seitdem hegte ich innerlich den geheimen Wunsch irgendwann, wenn ich mal solo wäre, unbedingt Sex mit ihm haben zu müssen.
Als ich mich trennte vergingen gerade Mal zwei Monate. Dann passierte das was unvermeidlich gewesen war - und ich kann nicht leugnen das es wunderbar war, für beide. Leider waren wir ziemlich betrunken. Naja. Trotzdem wars super. Und keiner hatte irgendein schlechtes Gefühl. Als wir einige Tage später zusammen in einem Restaurant waren und darüber redeten lachten wir uns schlapp über das was wir gemacht hatten, es war erfrischend ehrlich weil wir beide gerade erst solo waren. Wir entschieden das es schön war, wenn wir auch gerne nüchtern gewesen wären. Dann hat er seine neue Freundin kennengelernt, mit der er dann schnell in Baby machte. Bumms aus. Er zog woanders hin und nun hören wir so gut wie garnicht voneinander - ich glaube ich habe ihn das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen. In dem Restaurant. Aber es war trotzdem eine wunderbare, schnelllebige Freundschaft mit gewissem Vorzug. Und es ging diesmal von Beiden aus.
So! Das führt uns jetzt zum finalen Themenschwerpunkt:
Bester Freund 5 " Mein männliches Ich" ( seit ich 22 bin ):
Ich lernte ihn in einer Maßnahme kennen, wir konnten schon ab dem ersten Tag miteinander und ich stellte erstaunt und verängstigt fest das es tatsächlich Leute gab die genauso beknackt waren wie ich. Er könnte mein Zwilling sein, wäre er nicht fast drei Jahre jünger.
Auf jeden Fall halfen wir uns gegenseitig dieses Jahr zu überbrücken, immerhin sahen wir uns jeden Tag und mussten 8 Stunden rumkriegen mit nicht viel mehr als gammeln und n bisschen was malen.
In diesem Jahr haben wir unglaublich viel erlebt. Ja, in der gammeligen Maßnahme. Wo Leute Langeweile haben tobt der Bär!
"Leider" merkte ich nun nach ein paar Monaten das ich mich verliebte. Und ich rede von der zweiten großen Liebe, also keiner Flirterei. Das machte mir Bauchschmerzen weil ich das Procedere schon kannte.
Und wusste das das in 99% der Fälle in einer "Trennung" endet.
Ich denke das fast immer vorkommen kann das man seinen besten Freund küsst - mein Gott da muss man auch verklemmt sein wenn einen das groß überrascht - aber wenn man wirklich richtig liebt dann ist das Nebensache. Ich wurde immer unglücklicher und hatte enorme Angst das er einfach weg wäre wenn ich ehrlich sein würde, andererseits war es gegenüber allen Beteiligten das fairste was man machen konnte.
Ich brauchte gut und gerne zwei Monate um ihm das zu stecken. Eigentlich wollte ich das persönlich machen, aber ich traute mich nicht. Dann hab ich mir ein Herz gefasst und es ihm am Telefon erzählt. Ich war super ehrlich, habe auch darüber geredet das ich weiß das das kompliziert ist und das ich niemals wollte das es so weit kommt, ich hatte versucht das auszublenden und zu verleugnen.
Tja. Und er brauchte ne Zeit das zu akzeptieren. Und er hat hin und her überlegt. Und weil ich weiß das er so ist wie ich weiß ich auch das er die gleichen Ängste hatte. Wir sind uns zu wichtig als das wir das Risiko eingehen würden das das alles schnell wieder vorbei ist und man dann einen anderen Status zueinander hat.
Als besten Freund steht man 100 % anders zueinander, ich bin auch der Meinung das man sich viel mehr gibt. Es sei denn man verliebt sich ohne großartig befreundet gewesen zu sein, das wäre dann eine andere Basis. Aber mit der Basis einer guten Freundschaft... Da habe ich auch schon einige auf die Schnauze fallen sehen. Da wurde aus langjähriger Grundschulfreundschaft eine Beziehung. Die hielt dann ein Jahr, und dann reichte das nicht mehr und war komisch. Und dann keinen Kontakt mehr. Bumms aus. Daher die Angst vor der Beziehung mit dem besten Freund. Auch im Harry und Sally Film dargestellt, oder zumindest umrissen.
Als er damit klar kam, und überlegte ob mans versuchen sollte oder nicht, haben wir beide beschlossen das wir Angst haben und das vorerst lassen und so weiterlaufen lassen wie es ist. Ich meinte das man das eh nicht planen kann, und wenn da irgendwas passieren will dann muss es halt so kommen. Wir geben uns einfach mehr als Freunde. Und ich glaube das man sich sowieso lieben sollte um eine gute Freundschaft zu haben. Sex macht alles entweder sehr einfach oder kompliziert, wenn man eine Affäre hat weiß jeder woran er ist, wenn man mit seinem besten Freund schläft kann einen das schnell unglücklich machen wie ich an meinen Beispielen belegt habe. Ich will nicht leugnen das ich am Anfang darunter gelitten habe, ich bin schließlich diejenige die sich entblößt hat und die schwächere ist in der ganzen Beziehung. Aber jetzt komme ich damit klar. Ich bin erschreckend ehrlich zu ihm. Das hat die ganze Freundschaft so gefestigt das wir zusammen ziehen und uns eigentlich alles erzählen können.Ich habe bei meiner Mutter zum Beispiel an einem Beispiel gesehen das es klappen kann mit der besten Freundschaft nach einem Techtelmechtel. Sie hat mir ihrem jetzigen Busenfreund geschlafen, der einiges jünger ist, und nun haben sie beschlossen das es nicht geht und sind einfach beste Freunde. Sie haben aus der ganzen Sache nur Gewinn holen können.
Bei mir weiß ich allerdings nicht ob das so erwachsen ablaufen kann.
Ich weiß das ich ihn liebe, und "leider" hat sich mein dummes Herz diesen Mann als "Zweite große Liebe" ausgesucht. Manchmal muss ich mich sehr zurückhalten wenn ich überschwappe vor lauter Träumerei, aber er kommt darauf ungemein gut klar, denke ich zumindest. Und falls jetzt einer denkt das es wieder in Ausnutzen und Sonnenbaden enden könnte: Lies nochmal die Geschichte über Bester Freund 3, dann weißt Du das mir das nicht nochmal passiert ;). Bevor ich unglücklich werde sprech ich das an. Und ich weiß das ich ihm zu wichtig bin als das er das ausnutzt. Er hätte es schon längst ausnutzen können, und das hat er nicht gemacht. Und das ist wunderbar. Harry und Sally sind nach Jahren dann doch ein Paar geworden.
Und ob das bei mir auch so sein wird weiß ich nicht, es stinkt mich nur an das ich mich nicht auf andere Kerle einlassen will oder kann. Vielleicht würde das einiges erleichtern. Aber letztlich muss ich sagen das da wirklich zu viel ist um über andere nachzudenken. Beiderseits. Und deshalb lass ich das offen und erfreue mich am hier und jetzt.
Männer und Frauen können befreundet sein? Frauen sagen da meistens Ja und Männer sagen Nein.
Wir sagen garnichts dazu. Weil Statistiken manchmal fürn Arsch sind.
Wir sollten alle wohl mehr im Hier und Jetzt leben und nicht immer über alles grübeln und nachdenken. Das anzustreben ist wirklich erstrebenswert denke ich. Aber es ist sehr sehr schwierig.
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